UN-Sicherheitsrat: Johann Wadephul verspricht starken Einsatz für Völkerrecht in UN

Datum02.06.2026 19:13

Quellewww.zeit.de

TLDRDeutschland bewirbt sich um einen Sitz im UN-Sicherheitsrat für die Jahre 2027/2028. Außenminister Wadephul versichert vor der Abstimmung, dass Deutschland das Völkerrecht konsequent verteidigen werde. Er will damit Kritik entkräften, Deutschland habe im Gaza- oder Iran-Konflikt das Völkerrecht nicht hart genug geschützt. Deutschland tritt gegen Österreich und Portugal an, um einen von zwei Sitzen der Regionalgruppe "Westeuropa und andere" zu erhalten.

InhaltAm Mittwoch entscheiden die UN, ob Deutschland einen Sitz im Sicherheitsrat bekommt. Dafür will der Außenminister Kritik an der Bundesregierung im Gaza-Krieg entkräften. Außenminister Johann Wadephul hat kurz vor der Wahl um einen Sitz im UN-Sicherheitsrat versucht, Zweifel am deutschen Einsatz für das Völkerrecht zu zerstreuen. "Wir haben immer das Völkerrecht klar verteidigt und werden das auch in Zukunft mit großer Konsequenz machen", sagte der CDU-Politiker am Rande eines Besuches bei den Vereinten Nationen (UN) in New York. Er sei fest überzeugt, dass Deutschland sowohl den Sicherheitsrat als auch die UN "insgesamt stärker und handlungsfähiger machen kann". Deutschland wird oft vorgeworfen, das Völkerrecht im Gaza- und im Iran-Krieg nicht hart genug verteidigt zu haben. Die Bundesregierung widerspricht solchen Vorwürfen, man habe die israelische Regierung immer wieder zum Schutz der Zivilbevölkerung aufgerufen oder das Vorgehen radikaler israelischer Siedler im besetzten Westjordanland kritisiert. Die UN-Generalversammlung entscheidet an diesem Mittwoch, ob Deutschland 2027 und 2028 einen Sitz im Sicherheitsrat bekommt. Neben Deutschland bewerben sich mit Österreich und Portugal für den Zeitraum 2027/2028 zwei kleinere Länder um die zwei frei werdenden Sitze der Regionalgruppe "Westeuropa und andere". Dieser Artikel wird weiter aktualisiert.