Studie geplant: SPD will subjektives Sicherheitsempfinden untersuchen

Datum02.06.2026 15:09

Quellewww.zeit.de

TLDRDie SPD in Brandenburg plant eine Studie, um das subjektive Sicherheitsempfinden und die Dunkelziffer von Straftaten zu untersuchen. Ziel ist es, das tatsächliche Kriminalitätsaufkommen besser einzuordnen und die polizeiliche Kriminalstatistik zu ergänzen. Die Studie soll Anzeigeverhalten, Opfererfahrungen und das Sicherheitsgefühl der Bürger erfassen. Besonderes Augenmerk wird auf Deliktbereiche wie Partnerschafts- und Hasskriminalität, Sexualstraftaten sowie Delikte im digitalen Raum gelegt. Die Ergebnisse sollen faktenbasierte Antworten auf populistische Übertreibungen der Sicherheitslage liefern.

InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Studie geplant“. Lesen Sie jetzt „SPD will subjektives Sicherheitsempfinden untersuchen“. Die SPD im Brandenburger Landtag will die Dunkelzahl bestimmter Straftaten stärker in den Blick nehmen. Geplant sei eine Studie zum Dunkelfeld, um das tatsächliche Aufkommen besser einordnen zu können, sagte der innenpolitische Sprecher der Fraktion, Uwe Adler, in Potsdam. Dabei gehe es etwa um das Anzeigeverhalten, Opfererfahrungen und das subjektive Sicherheitsgefühl der Bürger. Mit diesen Daten könnte die polizeiliche Kriminalstatistik sinnvoll ergänzt werden, erklärte Adler. So könne ein differenzierteres Lagebild der Kriminalität im Land entstehen. Mit den Daten seien auch belastbare Aussagen zum subjektiven Sicherheitsempfinden der Leute möglich oder Diskrepanzen zur tatsächlichen Sicherheitslage sichtbar. Man wolle auch ausgewählte Deliktbereiche wie Partnerschaftsgewalt, Delikte im digitalen Raum, Sexualstraftaten oder Hasskriminalität in den Fokus nehmen. In der Vergangenheit hätten populistische Kräfte versucht, die Sicherheitslage zu überspitzen und so auf das subjektive Sicherheitsempfinden der Menschen gezielt. Ziel der Studie sei es somit auch, ein empirisches Gegengewicht und einen argumentativen Gegenpol zu den populistischen Narrativen zu liefern, sagte Adler. © dpa-infocom, dpa:260602-930-163268/1