Grenzkontrollen im Schengen-Raum: EU fordert Deutschland zu Ende der Grenzkontrollen auf

Datum02.06.2026 13:30

Quellewww.zeit.de

TLDRDie EU-Kommission fordert Deutschland und acht weitere Staaten auf, die Grenzkontrollen im Schengen-Raum zu beenden. Sie verweist auf alternative Überwachungsmethoden wie digitale Systeme und nicht-systematische Polizeikontrollen. Das bevorstehende Inkrafttreten des Asylpakts soll zudem die Notwendigkeit von Binnenkontrollen weiter reduzieren. Die Kommission sieht damit die Voraussetzungen geschaffen, um das Ziel des Schengen-Abkommens – die freie Bewegung – wiederherzustellen.

InhaltDie EU-Kommission drängt Deutschland und weitere EU-Staaten, die Grenzen vollständig zu öffnen. Es gebe effektive Alternativen zu den derzeitigen Grenzkontrollen. Die EU-Kommission hat Deutschland und acht weitere europäische Länder zum Ende ihrer Kontrollen an Binnengrenzen im Schengenraum aufgefordert. Nach Angaben der Kommission kontrollieren derzeit neben Deutschland auch Österreich, Dänemark, Frankreich, Italien, die Niederlande, Norwegen, Slowenien und Schweden ihre Grenzen zu anderen Schengenländern. Das neue System für digitale Grenzkontrollen an den EU-Außengrenzen sowie das bevorstehende Inkrafttreten des Asylpakts würden die Notwendigkeit von Binnenkontrollen verringern, schrieb die Kommission. Es gebe "effizientere und wirksamere" Alternativen, wie "nichtsystematische Polizeikontrollen oder mobile biometrische Identifizierungs- und Fahrzeugortungstechnologien". Zudem werde das Inkrafttreten des Asylpakts "die strukturellen Voraussetzungen deutlich stärken, die für eine schrittweise Aufhebung der Binnengrenzkontrollen erforderlich sind". Unter diesen Voraussetzungen seien die Mitgliedstaaten in der Lage, auf die schrittweise Abschaffung der Kontrollen an den Binnengrenzen hinzuarbeiten, sagte EU-Innenkommissar Magnus Brunner. Das Ziel des Schengen-Abkommens ist die möglichst freie Bewegung von Menschen und Waren im Schengenraum. Dieser Artikel wird weiter aktualisiert.