Datum02.06.2026 06:39
Quellewww.zeit.de
TLDRDer Paritätische Wohlfahrtsverband berichtet von einem neuen Höchststand der Armut in Deutschland seit 2020. 16,1 Prozent der Bevölkerung, rund 13,34 Millionen Menschen, sind betroffen, ein Anstieg um über 1,2 Millionen im Vergleich zum Vorjahr. Besonders alarmierend ist die Situation für Alleinerziehende, Ältere, junge Erwachsene und Alleinlebende. Die Armutsgrenze für Singles liegt bei 1.445 Euro Netto, basierend auf 60 Prozent des mittleren Haushaltseinkommens.
InhaltDie Armutsquote in Deutschland ist laut einem Bericht des Paritätischen Wohlfahrtsverbands deutlich gestiegen. Besonders betroffen sind Alleinerziehende und Ältere. Die Armutsquote in Deutschland hat einen Höchstwert erreicht. Das geht aus dem Armutsbericht des Paritätischen Gesamtverbands hervor. Besonders häufig von Armut betroffen sind demnach nach wie vor Alleinerziehende sowie Menschen, die allein leben. Auch junge Erwachsene zwischen 18 und 25 Jahren und Menschen ab 65 Jahren weisen ein überdurchschnittlich hohes Armutsrisiko auf. Das grundlegende Profil der von Armut betroffenen Bevölkerungsgruppen habe sich in den vergangenen Jahren kaum verändert, heißt es im Armutsbericht. Der Verband beruft sich dabei auf Zahlen des Statistischen Bundesamtes. Demnach waren im vergangenen Jahr rund 13,34 Millionen Menschen betroffen. Das entspricht 16,1 Prozent der Bevölkerung und ist der höchste Wert seit 2020. Im Vergleich zum Jahr 2023 stieg die Zahl der armutsgefährdeten Menschen um mehr als 1,2 Millionen. Als arm gilt nach der in der Europäischen Union üblichen Definition, wer in einem Haushalt lebt, dessen verfügbares Einkommen weniger als 60 Prozent des mittleren Nettoeinkommens aller Haushalte in Deutschland beträgt. Für einen alleinlebenden Menschen lag diese Armutsgrenze im Jahr 2025 bei 1.445 Euro netto im Monat. In die Berechnung fließen neben Löhnen und Gehältern auch staatliche Leistungen wie Wohngeld, Kindergeld oder andere Sozialleistungen ein. Dieser Artikel wird weiter aktualisiert.