Datum02.06.2026 06:41
Quellewww.spiegel.de
TLDRIm Mai waren nur 61,3 % der Fernzüge der Deutschen Bahn pünktlich, was einem niedrigen Niveau entspricht. Diese Quote lag unter den Vormonaten, aber über dem Ziel von 60 % für 2026. Pünktlich bedeutet eine Verspätung von unter sechs Minuten; Zugausfälle werden nicht gezählt. Der Verkehrsminister zeigt sich verhalten optimistisch, während die Bahn auf eine Stabilisierung hofft. Die schlechte Pünktlichkeit wird mit maroder Infrastruktur, Baustellen und Winterwetter begründet.
InhaltWer in einen Fernzug der Deutschen Bahn steigt, kommt weiter nur in sechs von zehn Fällen planmäßig an. Im Mai hat die Pünktlichkeit lediglich knapp eine wichtige Zielmarke erreicht. Die Pünktlichkeit der Fernzüge der Deutschen Bahn hat sich im Mai auf niedrigem Niveau stabilisiert. Laut internen Unternehmensdaten erreichten im vergangenen Monat 61,3 Prozent der ICE- und Intercity-Züge ihr Ziel pünktlich. Zuerst hatte die "Süddeutsche Zeitung" über die Quote berichtet. Damit lag die Pünktlichkeitsquote zwar unter den Werten der Vormonate März und April, als sie 62,1 und 64,4 Prozent erreichte. Sie blieb jedoch oberhalb der Marke von 60 Prozent, die sich die Bahn für das gesamte Jahr 2026 als Ziel gesetzt hat. Im Jahr 2025 und auch zu Beginn des laufenden Jahres war diese Schwelle mehrfach unterschritten worden. Als verspätet gilt ein Zug nach Definition der Deutschen Bahn ab einer Verzögerung von sechs Minuten. Zugausfälle werden in der Statistik nicht berücksichtigt. Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder (CDU) hatte sich zuletzt verhalten optimistisch gezeigt. "Ich glaube, wir können froh sein, wenn wir vorne eine Sechs stehen haben, wenn wir also eine Pünktlichkeit von über 60 Prozent haben", sagte er. Er vertraue zudem auf die Aussage von Bahn-Chefin Evelyn Palla, "dass wir den Boden erreicht haben". Der bundeseigene Konzern kämpft seit Jahren mit der Pünktlichkeit, der Start ins laufende Jahr fiel dabei besonders schlecht aus. Begründet wurden die schlechten Zahlen mit der maroden Infrastruktur, den vielen Baustellen im Netz sowie dem strengen Winterwetter.