Datum02.06.2026 06:06
Quellewww.zeit.de
TLDRDie geplante Bafög-Reform droht zu scheitern, da die Regierungsparteien den nötigen Konsens nicht finden. Studierende sind nicht mehr privilegiert, wie von Dorothee Bär ausgedrückt, und die geplanten Erhöhungen, besonders der Wohnkostenpauschale, sind fraglich. Gleichzeitig umgeht der Iran trotz US-Sanktionen weiterhin den Ölverkauf, hauptsächlich nach China, mittels einer Schattenflotte.
InhaltEigentlich wollte die Koalition das Bafög erhöhen. Jetzt droht die Reform nicht nur am Geld zu scheitern. Und: Wie der Iran sein Öl trotz Sanktionen an den Mann bringt. Bundesforschungsministerin Dorothee Bär (CSU) hat am Sonntag gesagt, sie rechne nicht mehr mit einer schnellen Reform der Ausbildungsförderung Bafög. Diese werde von den Regierungsfraktionen nicht mehr unterstützt, die Situation für Studierende in Deutschland sei außerdem sehr privilegiert. Union und SPD wollten die staatliche Ausbildungsförderung laut Koalitionsvertrag "in einer großen Novelle" modernisieren. Im kommenden Wintersemester sollte die im Bafög enthaltene Wohnkostenpauschale für Studierende steigen, und im Wintersemester 2027/2028 der Bafög-Grundbedarf an das Niveau der Grundsicherung angepasst werden. Dieser beträgt zur Zeit 475 Euro monatlich. Wie viel Bafög Studierende tatsächlich bekommen, richtet sich allerdings immer individuell nach dem Einkommen der Eltern und anderen Faktoren. Warum das über Jahrzehnte bewährte Förderinstrument dringend reformiert werden sollte und was sie an der aktuellen Debatte stört, erklärt Anna-Lena Scholz, Co-Chefin des Bildungsressorts der ZEIT. Erst letzte Woche hat das US-Außenministerium erneut Sanktionen gegen mehrere Organisationen, Personen und Schiffe erlassen, die das "Rückgrat des illegalen Ölhandels im Iran bilden". Laut dem US-Finanzministerium sollen die Sanktionen "Irans Ölnetzwerk" treffen, das das iranische Militär unterstützt. Doch die Sanktionen haben das iranische Regime bisher nicht zu Fall gebracht. Vor der Blockade der Straße von Hormus konnte es trotz der Sanktionen vor allem nach China große Mengen an Rohöl verkaufen. Genutzt hat das Regime in Teheran dafür eine sogenannte Schattenflotte, die in den Gewässern vor Malaysia ein wichtiges Einsatzgebiet hat. Wie das genau funktioniert und wie tragfähig dieses Geschäftsmodell unter den aktuellen Bedingungen noch ist, erklärt Steffen Richter, Redakteur für internationale Politik bei der ZEIT. Und sonst so? Spontanes Piano-Solo vor 2.500 Zuschauern Moderation und Produktion: Moses Fendel Redaktion: Jannis Carmesin Mitarbeit: Christina Felschen, Mira Schrems Alle Folgen unseres Podcasts finden Sie hier. Fragen, Kritik, Anregungen? Sie erreichen uns unter wasjetzt@zeit.de.