Datum02.06.2026 04:31
Quellewww.zeit.de
TLDRLehrkräfte protestierten in Mexiko-Stadt für höhere Löhne und stießen kurz vor der Fußball-WM mit der Polizei zusammen. Beamte setzten Tränengas ein, als Demonstranten auf eine geplante Fanmeile auf dem Zócalo vorrückten. Die Lehrer fordern bessere Bezahlung und drohen mit Streiks während der WM. Präsidentin Sheinbaum kündigte Dialogbereitschaft an, betonte aber Haushaltsbeschränkungen.
InhaltIn Mexiko haben Lehrkräfte kurz vor der Fußball-WM für mehr Lohn demonstriert. Die Polizei setzte Tränengas ein, als sie auf die geplante Fanmeile vordringen wollten. Zehn Tage vor dem Beginn der Fußballweltmeisterschaft haben Zusammenstöße zwischen der Polizei und demonstrierenden Lehrkräften in Mexiko-Stadt für Aufsehen gesorgt. Die Sicherheitskräfte setzten Tränengas gegen die Protestierenden ein, als diese sich Zugang zu einer im Bau befindlichen Fanmeile im Zentrum der Stadt verschafften. Das berichtete die Nachrichtenagentur AFP. Die Lehrkräfte forderten mehr Lohn. Die Fußball-WM beginnt am 11. Juni. Sie wird in den USA und in Mexiko ausgetragen. Das Eröffnungsspiel wird in Mexiko-Stadt zwischen dem Co-Gastgeber und Südafrika ausgetragen. Dort sollen Fans auf dem Zócalo genannten zentralen Platz auf einer Großleinwand die Spiele der WM verfolgen können. Trotz der Bewachung durch Hunderte Polizisten durchbrachen zahlreiche Lehrer die Metallbarrieren und betraten den Platz. Die Fanmeile müsse "geschlossen werden", sagte Gewerkschaftsvertreter Filiberto Frausto. "Ein Anliegen wie unseres muss Vorrang haben. Es ist viel wichtiger als ein kleines bisschen Ablenkung und Spaß." Ein Teil der Lehrergewerkschaft CNTE hatte den Marsch organisiert und auch bereits damit gedroht, während der WM "Millionen" von Lehrern zu mobilisieren und in die Hauptstadt zu bringen, falls die Regierung ihre Forderungen nach Gehaltserhöhungen und neuen Verhandlungen über das Rentensystem nicht erfüllt. Mexikos Präsidentin Claudia Sheinbaum hatte noch am Montagmorgen erklärt, dass ihre Regierung den Dialog mit den Lehrkräften aufrechterhalte. "Es gibt bestimmte Forderungen, deren vollständige Erfüllung der Haushalt nicht zulässt, aber andere können erfüllt werden", sagte sie.