Datum02.06.2026 04:12
Quellewww.zeit.de
TLDRUS-Präsident Trump erwartet nächste Woche eine Einigung im Irankrieg, inklusive längerer Waffenruhe und Öffnung der Straße von Hormus. Der Iran äußert sich dazu nicht öffentlich. Israel und die Hisbollah setzen ihre Angriffe im Libanon trotz angestrebter Deeskalation fort. Verhandlungen zwischen Israel und der libanesischen Regierung finden in Washington statt, die Hisbollah lehnt eigene Verhandlungen ab.
InhaltDonald Trump schürt erneut Erwartungen über die zeitnahe Öffnung der Straße von Hormus sowie eine längere Waffenruhe. Israel und die Hisbollah greifen sich an. Die Nacht US-Präsident Donald Trump rechnet nach eigenen Angaben in der "nächsten Woche" mit einer Einigung im Irankrieg. Diese soll eine Verlängerung der Feuerpause beschließen sowie die Öffnung der Straße von Hormus sicherstellen, sagte Trump dem Sender ABC News in einem Telefoninterview. Allerdings seien manche Punkte noch offen, sagte der US-Präsident. In den vergangenen Wochen hatte er mehrfach von einem baldigen Ergebnis der Verhandlungen und sogar einem Ende des Irankriegs gesprochen. Zuvor hatte Trump Angaben aus dem Iran widersprochen, wonach die Verhandlungen über ein Ende des Krieges in der Golfregion von der iranischen Seite ausgesetzt worden seien. "Die Gespräche mit der Islamischen Republik Iran gehen in raschem Tempo weiter", schrieb Trump in seinem Onlinedienst. Aus dem Iran gibt es weiterhin keine öffentliche Zusage für eine Einigung. Stunden nach einer von US-Präsident Trump verkündeten Deeskalation zwischen Israel und der Hisbollah hat das israelische Militär erneut Beschuss aus dem Libanon gemeldet. Es seien am Dienstagmorgen zwei auf den Norden Israels gerichtete Geschosse abgefangen worden, schrieben die israelischen Streitkräfte. Verletzte gab es nicht. Libanesische Medien hatten kurz zuvor von neuen israelischen Angriffen im Südlibanon berichtet. Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat der Hisbollah in der Nacht mit weiteren Angriffen gedroht. Er habe dem US-Präsidenten gesagt, dass Israel Ziele in Beirut angreifen werde, wenn die Hisbollah ihre Angriffe nicht einstelle. Das israelische Militär werde zudem weiterhin "wie geplant" im Süden des Libanons im Einsatz sein. Das israelische Militär war vor Kurzem so weit in den Libanon vorgerückt, wie seit mehr als 25 Jahren nicht mehr. Israel und der Libanon wollen an diesem Dienstag und Mittwoch weitere Gespräche in Washington, D.C. führen. Seit einigen Wochen verhandeln die Länder in den USA über eine Entschärfung des Konflikts, an dem die libanesische Regierung nicht direkt beteiligt ist. Die Hisbollah selbst lehnt Verhandlungen mit Israel ab. Beide Seiten greifen sich trotz einer Waffenruhe täglich an. Verfolgen Sie alle Entwicklungen zum Irankrieg in unserem Liveblog.