Anschlag auf Weihnachtsmarkt: Magdeburger Weihnachtsmarkt-Anschlag: Warten auf Plädoyers

Datum02.06.2026 03:30

Quellewww.zeit.de

TLDRDer Prozess um den Anschlag auf dem Magdeburger Weihnachtsmarkt nähert sich dem Ende. Nach einer Verhandlungspause könnten am Dienstag die Schlussplädoyers beginnen, falls keine weiteren Beweisanträge zugelassen werden. Seit November 2025 verhandelt das Landgericht gegen den Angeklagten, der 2024 mit einem Auto über den Weihnachtsmarkt raste und sechs Menschen tötete sowie Hunderte verletzte. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm unter anderem sechsfachen Mord und versuchten Mord in 338 Fällen vor. Betroffene werden im Rahmen der Plädoyers ebenfalls zu Wort kommen.

InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Anschlag auf Weihnachtsmarkt“. Lesen Sie jetzt „Magdeburger Weihnachtsmarkt-Anschlag: Warten auf Plädoyers“. Der Prozess zum Anschlag auf dem Magdeburger Weihnachtsmarkt geht in die Schlussphase. Möglicherweise wird am Dienstag (9.30 Uhr) mit den Schlussvorträgen begonnen. Vor der dreiwöchigen Verhandlungspause hatte der Vorsitzende Richter Dirk Sternberg den Verfahrensbeteiligten am Landgericht Magdeburg eine Frist für weitere Beweisanträge bis zu diesem Dienstag gesetzt. Darüber wolle das Gericht nach Möglichkeit direkt entscheiden, sagte Sternberg im Mai. Müsse keinem Antrag nachgegangen werden, könnte die Generalstaatsanwaltschaft mit ihrem Plädoyer beginnen. In dieser Woche sind auch Verhandlungstage am Mittwoch, Donnerstag und Freitag vorgesehen. Die Plädoyers werden voraussichtlich mehrere Tage in Anspruch nehmen. Es wollen dabei auch Betroffene des Anschlags das Wort ergreifen. Über 200 Nebenkläger sind im Prozess dabei. Seit dem 10. November 2025 verhandelt das Landgericht in einem eigens errichteten Interimsgebäude und unter hohen Sicherheitsvorkehrungen gegen den Todesfahrer vom Magdeburger Weihnachtsmarkt. Am 20. Dezember 2024 war der damals 50-jährige Taleb Al-Abdulmohsen mit einem mehr als zwei Tonnen schweren und 340 PS starken Wagen etwa 350 Meter weit über den Weihnachtsmarkt gefahren. Fünf Frauen und ein neunjähriger Junge starben. Mehr als 300 Menschen wurden teils schwerst verletzt. Die Generalstaatsanwaltschaft hat den aus Saudi-Arabien stammenden Mann, der als Psychiater arbeitete, unter anderem wegen vollendeten Mordes in sechs Fällen und versuchten Mordes in 338 weiteren Fällen angeklagt. © dpa-infocom, dpa:260602-930-160224/1