Datum01.06.2026 22:32
Quellewww.zeit.de
TLDREin US-Berufungsgericht hat den Ausschluss trans Menschen aus dem Militär als verfassungswidrig erklärt und damit ein früheres Urteil bestätigt. Die Regierung darf trans Soldatinnen und Soldaten nicht entlassen. Laut Gericht beruht die Richtlinie auf einem unzulässigen staatlichen Interesse, einer politisch unpopulären Gruppe zu schaden. Das Verbot bleibt vorläufig in Kraft, damit die Regierung Rechtsmittel einlegen kann. Das Verteidigungsministerium hatte 2025 angeordnet, trans Personen weitgehend vom Militärdienst auszuschließen.
InhaltDie Entlassung von trans Menschen aus dem aktiven Militärdienst verstößt gegen die Verfassung der USA. Das wurde von einem Berufungsgericht in zweiter Instanz bestätigt. Ein US-Berufungsgericht hat den Ausschluss von trans Personen aus dem Militär als illegal zurückgewiesen und damit ein Urteil aus vorheriger Instanz bestätigt. Die US-Regierung dürfe jene Klägerinnen und Kläger, die vor Gericht gezogen waren, nicht aus dem aktiven Militärdienst entfernen, hieß es in einer Begründung eines Berufungsgerichtes. Das Verbot bleibt allerdings zunächst in Kraft, um der Regierung die Möglichkeit zu geben, Rechtsmittel einzulegen. Die entsprechende Richtlinie beruhe "zumindest teilweise auf einem unzulässigen staatlichen Interesse, der politisch unpopulären Gruppe" der trans Menschen zu schaden, hieß es in der Begründung. Die Mehrheit der Richter des Berufungsgerichtes folgte damit teils einer Entscheidung einer unteren Instanz. Diese war überzeugt, dass der Ausschluss von trans Personen gegen das Verfassungsgebot verstoße, wonach alle Menschen vor dem Gesetz gleich behandelt werden müssen. Das US-Verteidigungsministerium hatte 2025 angeordnet, dass trans Menschen weitgehend vom Militärdienst ausgeschlossen werden sollen. Auch aktive Soldaten sind von der Anordnung betroffen. Dieser Artikel wird weiter aktualisiert.