Bamf-Statistik: Weniger Asylerstanträge – niedrigster Stand seit 2020

Datum01.06.2026 18:19

Quellewww.zeit.de

TLDRIm Mai wurden in Deutschland mit 5.556 Asylerstanträgen so wenige Anträge gestellt wie seit 2020 nicht mehr, ein Rückgang von rund 30 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Während Migrationsforscher Ursachen in Herkunftsländern und Transitstaaten sehen, führt Bundesinnenminister Dobrindt die "Migrationswende" und die Politik der Regierung für diesen Rückgang verantwortlich. Ziel sei es, Migration zu ordnen und Belastungen zu reduzieren.

InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Bamf-Statistik“. Lesen Sie jetzt „Weniger Asylerstanträge – niedrigster Stand seit 2020“. Die Zahl der Menschen, die in Deutschland Schutz beantragen, ist im Mai weiter gesunken. Wie das Bundesinnenministerium mitteilte, wurden beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (Bamf) im vergangenen Monat 5.556 Asylerstanträge gestellt - so wenig wie seit 2020 nicht mehr, als aufgrund der Beschränkungen während der Corona-Pandemie kaum Menschen nach Deutschland einreisen konnten.  Im Vergleich zum Vorjahresmonat ging die Zahl der Erstanträge um rund 30 Prozent zurück. Bereits im April hatten deutlich weniger Menschen (6.144) erstmals einen Asylantrag in Deutschland gestellt als im entsprechenden Monat des Vorjahres. Obgleich Migrationsforscher eher die Situation in Herkunftsländern wie Syrien und Aufnahme- beziehungsweise Transitstaaten wie der Iran oder die Türkei als Ursachen für den Rückgang sehen, verbucht Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) diese als Ergebnis der veränderten Flüchtlingspolitik der schwarz-roten Bundesregierung. Er sagte: "Die Migrationswende setzt sich fort." Es bleibe Ziel dieser Regierung, "die Migration wirksam zu ordnen und die Belastungen weiter zu reduzieren". © dpa-infocom, dpa:260601-930-159466/1