Datum01.06.2026 17:55
Quellewww.zeit.de
TLDREin 55-Jähriger wurde in Paderborn festgenommen, weil er einen 39-jährigen Ukrainer niedergestochen haben soll. Der mutmaßliche Täter soll zuvor junge Frauen belästigt haben, woraufhin das Opfer eingriff. Aus Rache soll der 55-Jährige den Beschützer später mit einem Messer attackiert haben. Das Opfer ist außer Lebensgefahr. Die Staatsanwaltschaft beantragt einen Haftbefehl wegen versuchten Totschlags und gefährlicher Körperverletzung.
InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Versuchtes Tötungsdelikt“. Lesen Sie jetzt „Beschützer junger Frauen niedergestochen - Festnahme“. Ein 55-Jähriger soll erst junge Frauen belästigt und dann aus Rache auf ihren Beschützer eingestochen haben. Nach der Messerattacke auf einen 39-Jährigen in Paderborn nahm die Polizei den Tatverdächtigen fest. Das Opfer, ein schwer verletzte Ukrainer, erkannte den polizeibekannten Deutschen auf Fotos wieder, wie die Polizei mitteilte. Die Staatsanwaltschaft will gegen den 55-Jährigen Haftbefehl wegen des dringenden Verdachts des versuchten Totschlags sowie der gefährlichen Körperverletzung erwirken. Der 39-Jährige befinde sich mittlerweile außer Lebensgefahr. Nach ersten Erkenntnissen der Ermittler könnte der Messerattacke am Samstagabend ein Streit vorausgegangen sein. Der 39-Jährige sagte laut Polizei aus, dass er bei einem Spaziergang auf eine Gruppe junger, ukrainischer Frauen aufmerksam geworden sei. Der 55-Jährige soll die Frauen massiv bedroht und belästigt haben. Der 39-Jährige schritt nach eigenen Angaben ein und ging weiter, nachdem sich der Mann entfernt hatte. Später soll der 55-Jährige ihn mit einem Messer attackiert haben. Zeugen hatten den Schwerverletzten bewusstlos gefunden und den Notruf gewählt. Rettungskräfte brachten ihn in ein Krankenhaus. Er wurde in der Nacht zu Sonntag notoperiert. Eine Blutspur führte vom Fundort 250 Meter durch die Innenstadt bis zu einer Passage. Die Fahndung blieb zunächst erfolglos. Der 55-Jährige wurde nach der Aussage des Opfers in Paderborn festgenommen. © dpa-infocom, dpa:260601-930-159403/1