Datum01.06.2026 07:42
Quellewww.zeit.de
TLDRTrotz einer Waffenruhe haben die USA und der Iran neue, wechselseitige Angriffe gemeldet. Die US-Armee griff Radar- und Drohnenkontrollanlagen im Südiran an, was sie als Reaktion auf "aggressive" iranische Handlungen, einschließlich der Zerstörung einer US-Drohne, bezeichnete. Der Iran wiederum meldete den Angriff auf einen angeblichen US-Stützpunkt. Kuwait meldete das Abfangen von Raketen und Drohnen, da dort US-Soldaten stationiert sind. Die Verhandlungen über eine Verlängerung der Feuerpause und ein dauerhaftes Abkommen dauern an.
InhaltDie USA und der Iran haben trotz der geltenden Waffenruhe jeweils neue Angriffe gemeldet. Kuwaits Militär teilt mit, Raketen- und Drohnenangriffe abgefangen zu haben. Die USA und der Iran haben trotz der derzeit gültigen Waffenruhe neue wechselseitige Angriffe gemeldet. Die US-Armee griff nach eigenen Angaben am Wochenende Radar- und Drohnenkontrollanlagen im Süden des Iran an. Die "Selbstverteidigungsangriffe" würden sich gegen die Stadt Goruk und die Insel Keschm nahe der Straße von Hormus richten, schrieb das für die Golfregion zuständige US-Regionalkommando Centcom auf X. Die Angriffe seien als Reaktion auf "aggressive" Handlungen des Iran erfolgt. Dazu würde auch die Zerstörung einer US-Drohne über internationale Gewässer gehören. Die iranische Revolutionsgarde griff währenddessen nach eigenen Angaben einen Stützpunkt an, der von der US-Armee für Angriffe auf den Iran genutzt worden sein soll. Der Standort des Stützpunktes wurde in der von iranischen Staatsmedien verbreiteten Erklärung der Revolutionsgarde nicht genannt. Kuwaits Militär hatte kurz zuvor mitgeteilt, dass seine Luftabwehr "feindliche Raketen- und Drohnenangriffe" abgefangen habe. Die staatliche Nachrichtenagentur Kuna meldete, dass Luftschutzsirenen ertönt seien. Im Golfemirat Kuwait sind US-Soldaten stationiert. Die USA und der Iran sind seit Inkrafttreten einer Waffenruhe Anfang April immer wieder Luftangriffe geflogen. Die Verhandlungen beider Seiten über eine Verlängerung der Feuerpause sowie über ein dauerhaftes Abkommen ziehen sich hin.