Datum01.06.2026 04:30
Quellewww.zeit.de
TLDRDas Deutsche Theater Berlin feierte die Eröffnung seiner neuen Open-Air-Bühne im Hinterhof mit der Uraufführung des satirischen Stücks "Der Gesang des Pottwals". Das Stück thematisiert Sparzwänge in der Kultur, den Theaterbetrieb und Bedrohungen von rechts, indem es milliardenschwere Tech-Unternehmer zeigt, die das Theater für ein Rüstungsprojekt abreißen wollen. Regisseur Heiner Bomhard, der auch mitwirkt, inszeniert eine skurrile Oper um einen Pottwal und parodiert aktuelle politische Figuren.
InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Kultur“. Lesen Sie jetzt „Deutsches Theater spielt auf neuer Open-Air-Bühne“. Das Deutsche Theater in Berlin spielt nun auch draußen. Mit der Uraufführung von "Der Gesang des Pottwals" wurde am Sonntagabend eine neue Open-Air-Bühne im Hinterhof eröffnet. In dem Satirestück geht es um einen Regisseur, der eine fast vergessene Oper auf die Bühne bringen möchte und dafür einen Pottwal benötigt. An dem Abend tauchen auch Parodien von Bundeskanzler Friedrich Merz, Ex-Kanzlerin Angela Merkel und den Tech-Unternehmern Elon Musk und Jeff Bezos auf. Die Milliardäre wollen das Deutsche Theater abreißen, um Platz für ein Rüstungsprojekt zu machen. Regisseur Heiner Bomhard hat früher mit Künstler Rosa von Praunheim zusammengearbeitet ("Jeder Idiot hat eine Oma, nur ich nicht", "Hitlers Ziege und die Hämorrhoiden des Königs") und steht hier auch selbst auf der Bühne. Satirisch geht es um Sparzwänge in der Kulturbranche, um die Eigenheiten des Theaterbetriebs und um die politische Bedrohung von Rechts. Das Projekt entstand noch vor der Strandung des als "Timmy" bekannten Wals, die international Schlagzeilen gemacht hatte, aber es gibt ein paar Anspielungen. © dpa-infocom, dpa:260601-930-155491/1