Nein zu Olympischen Spielen: NOlympia: Hamburger lieben ihre Stadt

Datum31.05.2026 20:41

Quellewww.zeit.de

TLDRDie NOlympia-Initiative freut sich über das Hamburger Votum gegen Olympische Spiele. Sprecher Eckart Maudrich sieht darin die Liebe der Hamburger zu ihrer Stadt und eine Ablehnung unglaubwürdiger Versprechungen des Senats. Nach dem Nein von 2015 stimmte Hamburg erneut gegen Olympia. Maudrich kritisiert fehlende Transparenz bei Kosten und warnt vor teuren Prestigeprojekten. Stattdessen fordert er den Senat auf, sich auf bezahlbare Mieten und soziale Einrichtungen zu konzentrieren.

InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Nein zu Olympischen Spielen“. Lesen Sie jetzt „NOlympia: Hamburger lieben ihre Stadt“. Die NOlympia-Initiative hat sich sehr zufrieden über das klare Nein der Hamburgerinnen und Hamburger zu Olympischen Spielen in der Hansestadt gezeigt. "Dieses Ergebnis zeigt: Die Hamburger*innen lieben ihre Stadt und lassen sich nicht von einer Million Euro teuren Werbekampagne hinter die Fichte führen", sagte Initiativensprecher Eckart Maudrich. Mit dem zweiten Nein habe Hamburg ein Zeichen für Fair Play und Teamgeist bei den Spielregeln der Olympischen Spiele gestimmt. Die Hamburger hatten bereits 2015 bei einem Referendum mehrheitlich gegen Olympische Spiele votiert. "Die Versprechungen des Senats waren zu unglaubwürdig: Olympia als Heilserzählung für alles, was der Senat nicht auf die Reihe bekommt, eine magische Geldquelle für Hamburgs Bauprojekte beim Bund und auf einmal ‚stabile Mieten‘, obwohl Olympia ein Mietentreiber ist", sagte Maudrich. Unglaubwürdig gewesen sei auch das Finanzkonzept, bei dem die milliardenschweren Kosten für Sicherheit und den Bau eines Leichtathletikstadions einfach weggelassen worden seien. "Dieses Votum sollte der Hamburger Politik eine Lehre sein: Die Menschen in der Stadt wollen kein weiteres Leuchtturmprojekt", sagte Maudrich. Die Menschen bräuchten bezahlbare Mieten, gut ausfinanzierte soziale Einrichtungen, Sportplätze, Universitäten und Schulen. "Diese Probleme muss der Hamburger Senat jetzt angehen." © dpa-infocom, dpa:260531-930-154930/1