Sportpolitik: Olympia-Referendum: Linksfraktion sieht Senat blamiert

Datum31.05.2026 20:14

Quellewww.zeit.de

TLDRDie Linksfraktion in Hamburg feiert das Scheitern des Olympia-Referendums. Sie wirft dem Senat vor, Millionen verpulvert und Kritiker diffamiert zu haben. Die Fraktion sieht den Senat und die Regierungsparteien als gescheitert an und fordert Konsequenzen. Die Mehrheit der Hamburger stimmte gegen die Olympia-Pläne für 2036, 2040 oder 2044. Die Wahlbeteiligung lag bei knapp 50%.

InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Sportpolitik“. Lesen Sie jetzt „Olympia-Referendum: Linksfraktion sieht Senat blamiert“. Die Linksfraktion in der Hamburgischen Bürgerschaft als Gegnerin Olympischer Spiele in der Stadt hat sich sehr zufrieden über den Ausgang des Referendums gezeigt. "Das ist ein starkes Ergebnis und eine gute Entscheidung für die ganze Stadt", sagte die Co-Vorsitzende Heike Sudmann. Die Hamburgerinnen und Hamburger hätten sich vom Senat und seiner kolossalen Olympia-Materialschlacht nicht blenden lassen.  SPD, Grüne, CDU und Wirtschaft hätten zig Millionen verpulvert und Kritikerinnen und Kritiker des Olympia-Konzepts als "schlecht gelaunt" und kleingeistig diffamiert. "Diese ebenso arrogante wie unlautere Kampagne hat unsere Stadt gespalten, auch mit moralischer Erpressung und Drohungen." Sudmann sprach von einem Armutszeugnis für den Senat. "Der Erste Bürgermeister sowie alle Senatsmitglieder müssen Konsequenzen ziehen und sich und ihre Politik hinterfragen", forderte Sudmann. "SPD, CDU und Grüne stehen jetzt bis auf die Knochen blamiert da." Beim Referendum stand schon vor Ende der Auszählung der Stimmen die Mehrheit gegen die Pläne fest, das globale Sportfest 2036, 2040 oder 2044 an Alster und Elbe zu holen. Laut Landeswahlleiter Oliver Rudolf waren 652.193 Stimmen abgegeben worden. Die Wahlbeteiligung lag bei 49,5 Prozent. Rund 1,3 Millionen Menschen ab 16 Jahren waren stimmberechtigt. © dpa-infocom, dpa:260531-930-154826/1