French Open: Alexander Zverev wackelt kurz – lässt sich vom Favoritensterben aber nicht anstecken

Datum31.05.2026 19:08

Quellewww.spiegel.de

TLDRAlexander Zverev erreichte zum sechsten Mal die French Open-Viertelfinals und verteidigte seine Favoritenrolle gegen Jesper de Jong. Nach anfänglichen Problemen sicherte er sich den Sieg und ist nun ohne Sinner und Djokovic der Top-Favorit auf den Titel. Bei den Damen schied überraschend die vierfache Siegerin Iga Świątek aus, ebenso wie viele andere frühere Champions bei beiden Turnieren.

InhaltDrei Siege ist Alexander Zverev noch von seinem ersten Grand-Slam-Titel entfernt. Der Deutsche erholte sich von einer schwachen Anfangsphase gegen "Lucky Loser" Jesper de Jong und wird seiner Favoritenrolle gerecht. Alexander Zverev hat zum sechsten Mal in Serie das Viertelfinale der French Open erreicht. Der Hamburger gewann auf dem Court Philippe-Chatrier nach einem schwachen Start letztlich souverän mit 7:6 (7:3), 6:4, 6:1 gegen den niederländischen Nachrücker Jesper de Jong, der seinen 26. Geburtstag feierte. Damit ist Zverev, der der letzte verbliebene Top-5-Spieler im Turnier ist und nach dem Ausscheiden von Jannik Sinner und Novak Djokovic als heißester Anwärter auf den Titel an der Seine gilt, nur noch drei Siege vom großen Triumph entfernt. Es wäre der erste Grand-Slam-Titel für den Olympiasieger von Tokio. Im Duell mit dem Weltranglisten-106. de Jong, der in der Qualifikation ausgeschieden und als "Lucky Loser" ins Hauptfeld gerutscht war, leistete sich Zverev zunächst zahlreiche Vorhandfehler. Bei abgekühlten Temperaturen in Paris holte er sich den ersten Satz bei kurzzeitig einsetzendem Regen im Tiebreak. In der Folge stabilisierte sich aber Zverevs Spiel. Nach 2:14 Stunden Spielzeit verwandelte der 29-Jährige schließlich seinen ersten Matchball zum Sieg. "Die Psyche hat sich beruhigt, die bösen Dämonen haben sich jetzt erstmal verabschiedet", sagte Tennis-Ikone Boris Becker bei Eurosport. In der Runde der letzten Acht trifft Zverev auf den spanischen Teenager Rafael Jódar. Auch gegen den 19-Jährigen, der gegen seinen Landsmann Pablo Carreño Busta einen 0:2-Satzrückstand drehte und 4:6, 4:6, 6:1, 6:2, 6:2 gewann, ist die Nummer zwei der Setzliste klar favorisiert. Im Vorjahr war Zverev im Viertelfinale an Djokovic gescheitert. Auch bei den Frauen ist der nächste große Name aus dem Turnier: Die viermalige Turniersiegerin Iga Świątek verlor im Achtelfinale überraschend deutlich 5:7, 1:6 gegen die an Nummer 15 gesetzte Ukrainerin Marta Kostjuk. Zuletzt war die Polin vor sieben Jahren so früh ausgeschieden, seit 2020 hatte sie immer mindestens das Viertelfinale in Paris erreicht. Am Samstag war bereits Titelverteidigerin Coco Gauff in der dritten Runde gegen Anastasia Potapova aus Österreich ausgeschieden. Sowohl bei den Frauen als auch bei den Männern sind bereits nach der ersten Turnierwoche alle früheren Siegerinnen und Sieger des Turniers ausgeschieden, es wird also zwei Premierengewinner geben.