Studium: Forschungsministerium will Bafög-Reform zum Wintersemester umsetzen

Datum31.05.2026 18:06

Quellewww.zeit.de

TLDRDas Forschungsministerium bekräftigt den Zeitplan für die Bafög-Reform, die Ende Juli im Kabinett verabschiedet und zum Wintersemester 2026/27 in Kraft treten soll. Dies folgt auf Zweifel von Forschungsministerin Dorothee Bär, die auf Widerstand in den Regierungsfraktionen und die aktuelle Sparpolitik verwies. Bär hatte die Situation für Studierende als privilegiert bezeichnet und Einschränkungen bei anderen Sozialleistungen als Grund für die Verzögerung angeführt.

InhaltNach Zweifeln von Forschungsministerin Dorothee Bär an der Umsetzung der Bafög-Reform rudert ihr Ministerium zurück. Die Reform solle im Juli verabschiedet werden. Das Forschungsministerium hat den Zeitplan für die Umsetzung der Bafög-Reform bekräftigt. Demnach arbeite man daran, "dass die Bafög-Reform Ende Juli im Kabinett verabschiedet wird und zum Wintersemester 2026/27 in Kraft treten kann", wie das Ressort im Online-Dienst X mitteilte. Weitere Angaben wurden nicht gemacht. Diese Ankündigung passierte unmittelbar, nachdem sich Bundesforschungsministerin Dorothee Bär (CSU) skeptisch über eine baldige Umsetzung der Reform geäußert hatte. Bär hatte in einem Interview am Wochenende davon gesprochen, dass sie nicht mehr mit einer schnellen Bafög-Reform rechnen würde. Dabei verwies sie auf Widerstand aus den Regierungsfraktionen. Bär zeigte zudem Verständnis für einen möglichen Stopp der Bafög-Reform. "Wenn Pflegebedürftige sparen sollen und beim Elterngeld Kürzungen vorgenommen werden, dann ist nachvollziehbar, dass man nicht gleichzeitig an anderer Stelle große zusätzliche Leistungen verspricht", sagte sie. Außerdem sei die Situation für Studierende in Deutschland privilegiert, daher sei es "kein Drama, wenn Studierende neben dem Studium jobben – viele sammeln dabei sogar wichtige Erfahrungen für's Leben und den Beruf". Dieser Artikel wird weiter aktualisiert.