Datum31.05.2026 17:23
Quellewww.zeit.de
TLDRIn 42 Prozent der deutschen Gemeinden fehlen öffentliche Ladesäulen für E-Autos. Das Laden erfolgt daher meist privat oder am Arbeitsplatz. Besonders ländliche Regionen, wie Rheinland-Pfalz, Mecklenburg-Vorpommern und Thüringen, sind stark betroffen. Zwar ist die Zahl der fehlenden Ladepunkte gesunken, doch in vielen kleineren Gemeinden ist die Infrastruktur weiterhin unzureichend. Stadtstaaten und einige westliche Bundesländer hingegen sind flächendeckend versorgt.
InhaltIn rund 42 Prozent der deutschen Gemeinden gibt es keine öffentlichen Ladesäulen für E-Autos. Geladen wird deshalb überwiegend Zuhause oder beim Arbeitsplatz. Wer in kleineren Gemeinden ein Elektroauto besitzt, findet häufig keine öffentlich zugänglichen Ladesäulen. Das geht aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage des Linken-Abgeordneten Dietmar Bartsch hervor. Demnach verfügen 4.548 (42 Prozent) der 10.775 Gemeinden in Deutschland über keinen öffentlichen Ladepunkt. Vor fünf Jahren lag die Zahl um rund 2.000 höher. Über die Daten hatte zunächst das Redaktionsnetzwerk Deutschland berichtet. Das Bundesverkehrsministerium verwies darauf, dass die Elektroautos in den betroffenen Gemeinden vor allem Zuhause oder am Arbeitsplatz geladen werden. In Bundesländern, wo die Kommunen relativ klein sind, ist der Anteil von fehlendem Zugang zu Ladestationen besonders hoch: in Rheinland-Pfalz bei 72 Prozent, Mecklenburg-Vorpommern bei 68 Prozent und in Thüringen bei 65 Prozent. In den Stadtstaaten Berlin, Hamburg und Bremen sowie in Nordrhein-Westfalen und dem Saarland ist der Zugang flächendeckend gewährleistet. Dieser Artikel wird weiter aktualisiert.