Datum31.05.2026 16:05
Quellewww.spiegel.de
TLDRAdi Hütter kehrt als Trainer zu Eintracht Frankfurt zurück und unterschreibt bis 2029. Er übernimmt die Nachfolge von Albert Riera, dessen Amtszeit nach weniger als vier Monaten endete. Hütter, der den Club bereits von 2018 bis 2021 erfolgreich betreute, soll den Verein mit seinem Offensivfußball und seiner Erfahrung neu aufstellen. Die Rückkehr eines einstigen Trainers hat bei der Eintracht Tradition. Hütter führte die Mannschaft 2019 ins Europa-League-Halbfinale und soll nun nach verpasstem internationalen Platz wieder europäische Ambitionen wecken.
InhaltEs ist Tradition bei Eintracht Frankfurt: Ein ehemals erfolgreicher Trainer kehrt zum Bundesligisten zurück. Adi Hütter soll den Club nach dem Missverständnis mit Albert Riera wieder neu und erfolgreich aufstellen. Das Comeback von Adi Hütter bei Eintracht Frankfurt ist perfekt. Fünf Jahre nach seinem freiwilligen Abschied heuert der Österreicher zum zweiten Mal als Trainer des Fußball-Bundesligisten an. Der 56-Jährige übernimmt die Nachfolge des Spaniers Albert Riera, von dem sich die Frankfurter im Anschluss an das letzte Saisonspiel nach nicht einmal vier Monaten getrennt hatten. Hütter, der die Hessen bereits von 2018 bis 2021 erfolgreich trainierte, erhält einen Vertrag bis 30. Juni 2029. Zuletzt arbeitete er in Frankreich bei der AS Monaco, wo er im vorigen Oktober entlassen wurde. Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung. "Adi Hütter steht für mutigen Offensivfußball, Klarheit und Disziplin. Er hat bei seinen Stationen gezeigt, dass er temporeichen Umschaltfußball mit Ballbesitz vereinen kann", begründete Sportvorstand Markus Krösche die Entscheidung für Hütter. Man sei "überzeugt, dass wir die Eintracht gemeinsam weiterentwickeln können. Zudem ist es ein Vorteil, dass Adi die Strukturen, das Umfeld und Personen im und um den Club herum kennt und es keiner besonderen Eingewöhnungszeit bedarf". Hütter selbst sieht der Aufgabe mit großer Vorfreude entgegen: "Für mich ist es etwas ganz Besonderes und emotional, wieder Trainer der Eintracht zu sein. Die Zeit, die wir gemeinsam in Frankfurt hatten, hat mich geprägt und habe ich nie vergessen. Rückblickend hatte ich immer das Gefühl, noch nicht fertig zu sein." Dass die Eintracht einen Trainer zurückholt, hat Tradition bei den Hessen. Hütter ist nach Paul Oßwald, Peter Szabo, Dietrich Weise, Jörg Berger, Dragoslav Stepanović, Karl-Heinz Körbel und Armin Veh schon der achte Coach, der eine zweite Chance am Main erhält. In seiner ersten Amtszeit hatte Hütter die Eintracht 2019 ins Europa-League-Halbfinale geführt. Sein freiwilliger Abgang zu Borussia Mönchengladbach im Sommer 2021 – trotz eines noch zwei Jahre gültigen Vertrages – verlief dann allerdings nicht ganz geräuschlos. Hütter verkündete den bevorstehenden Wechsel damals mitten in der Saison-Schlussphase, wofür er später kritisiert wurde. Die Eintracht stand zu diesem Zeitpunkt auf Rang vier, verspielte danach aber ein komfortables Sieben-Punkte-Polster und damit die Teilnahme an der Champions League. Nun soll Hütter die Eintracht nach der ebenso kurzen wie stürmischen Riera-Ära wieder in ruhiges Fahrwasser und vor allem zurück auf die europäische Fußball-Bühne führen. Als Tabellen-Achter hatte Frankfurt in der abgelaufenen Saison einen internationalen Startplatz verpasst. Im Zusammenspiel mit Sportchef Krösche muss Hütter im Sommer eine schlagkräftige Mannschaft zusammenstellen. Kein leichtes Unterfangen – haben die Vereinsbosse doch einen personellen Neustart ausgerufen. "Wir werden einen großen Umbruch nicht nur erleben, sondern ihn diesmal auch wirklich wollen", kündigte Vorstandssprecher Axel Hellmann unlängst an.