Datum31.05.2026 15:17
Quellewww.zeit.de
TLDRDer WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus besuchte das Ebola-Gebiet im Ostkongo und betonte die Möglichkeit der Genesung bei früher Behandlung. Fünf Patienten wurden nach ihrer Genesung entlassen. Die Einbeziehung der Bevölkerung und die Unterstützung der internationalen Gemeinschaft sind entscheidend. Der Ausbruch wird durch anhaltende Kämpfe erschwert, besonders angesichts einer neuen, tödlicheren Virusvariante, für die es keine Impfstoffe oder Behandlungen gibt.
InhaltWHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus besucht derzeit das Ebola-Gebiet im Ostkongo. Eine Genesung sei bei guter und frühzeitiger Behandlung möglich, sagt er. Der Chef der Weltgesundheitsorganisation (WHO), Tedros Adhanom Ghebreyesus, hat bei einem Besuch im Ebola-Gebiet in der Demokratischen Republik Kongo darauf hingewiesen, dass mit dem Virus Infizierte genesen können. Vier Genesene seien am Sonntag aus dem Krankenhaus entlassen worden, ein weiterer bereits am Freitag, sagte Tedros. "Natürlich arbeiten wir weiterhin an Impfstoffen und Behandlungsmethoden, aber das bedeutet nicht, dass Menschen sich nicht von Ebola erholen können", sagte Tedros. Laut ihm ist eine Genesung bei guter und frühzeitiger Behandlung möglich. "Wenn Sie bei Symptomen eine Gesundheitseinrichtung aufsuchen, können Sie Unterstützung erhalten und genesen. Daher ist es entscheidend, sich so früh wie möglich zu melden und die notwendige Hilfe in Anspruch zu nehmen", sagte der WHO-Chef. Der WHO-Generaldirektor betonte bei der Eröffnung eines neuen Behandlungszentrums in Bunia am Sonntag zudem, wie wichtig es sei, die Bevölkerung in die Bekämpfung des Ausbruchs einzubeziehen. Am Freitag hatte die WHO den ersten Fall eines Genesenen nach einer Infektion mit dem seltenen Virusstamm Bundibugyo bestätigt. Für diese Variante gibt es bisher weder eine zugelassene Behandlungsmethode noch einen Impfstoff. Eine Infektion mit der Bundibugyo-Variante verläuft nach Einschätzung der US-amerikanischen Gesundheitsbehörde CDC in 25 bis 50 Prozent der Fälle tödlich. WHO-Chef Tedros sicherte den Ebola-Gebieten im Ostkongo außerdem die Hilfe der internationalen Gemeinschaft zu. "Ihr seid nicht allein", betonte er am Sonntag bei seinem Besuch. Der Ebola-Ausbruch in der Demokratischen Republik Kongo war vor rund zwei Wochen bekannt geworden. Seitdem steigen die Zahlen rasant. Die Eindämmung des Virus wird von anhaltenden Kämpfen zwischen einer Reihe von Milizen, bewaffneten Gruppen und staatlichen Sicherheitskräften erschwert. Dieser Artikel wird weiter aktualisiert.