Datum31.05.2026 14:15
Quellewww.zeit.de
TLDRDie Labour Partei hat die Parlamentswahl in Malta zum vierten Mal in Folge gewonnen und sichert sich damit ihre fortgesetzte Regierungsführerschaft. Premierminister Robert Abela verkündete den Sieg, während Oppositionsführer Alex Borg seine Niederlage eingestand und den Wählerwillen respektierte. Abela hatte die vorgezogene Wahl ausgerufen, um angesichts globaler Sorgen und einer drohenden Energiekrise ein neues Mandat für seine Regierung zu erhalten. Die Wahlbeteiligung war mit 87,4 Prozent hoch. Das endgültige Ergebnis wird im Laufe des Tages erwartet.
InhaltDie Labour Partei in Malta bleibt nach der Parlamentswahl weiter an der Macht. Der Oppositionsführer gesteht die Niederlage ein. Die regierende Labour-Partei hat ihren Sieg bei der Parlamentswahl in Malta erklärt. "Wir haben Geschichte geschrieben, indem wir zum vierten Mal in Folge gewonnen haben", sagte Ministerpräsident Robert Abela in einem TV-Interview, nachdem erste Ergebnisse den Vorsprung seiner Partei vor der konservativen Nationalist Party gezeigt hatten. Er wolle Premierminister für alle Bürger Maltas sein. Oppositionsführer Alex Borg sagte in einer Videobotschaft in den sozialen Medien, er habe Abela angerufen, um seine Niederlage einzugestehen und ihm alles Gute zu wünschen. "Das Volk hat gesprochen, und wir müssen seinen Willen respektieren", sagte Borg. Dies sei nicht das Ergebnis, das er sich gewünscht habe, aber niemand solle die Stimme für seine Partei bereuen. Wie groß der Abstand zwischen den beiden Parteien ist, ist noch unklar. Die ersten Ergebnisse basieren auf den Meldungen von Wahlbeobachtern beider Parteien aus der Halle für die Stimmauszählung. Die Auszählung aller Stimmen soll erst im Laufe des Tages abgeschlossen sein, das offizielle Ergebnis auch erst dann feststehen. Die Wahlbeteiligung lag den Angaben zufolge bei 87,4 Prozent. Sie lag damit leicht höher als bei der Wahl 2022. Abela hatte Ende April knapp ein Jahr vor Ende der Legislaturperiode Neuwahlen ausgerufen. Er hatte globale geopolitische Sorgen als Begründung dafür genannt und mitgeteilt, dass seine Regierung ein neues Mandat brauche, um Malta und die Bürger durch eine drohende Energiekrise zu führen. Beobachter sahen dahinter jedoch eher parteipolitisches Kalkül. Abelas politischer Gegner Borg wurde erst im September vergangenen Jahres zum Chef der Nationalist Party gewählt. Dieser Artikel wird weiter aktualisiert.