Reste aus Zweitem Weltkrieg: Bombenentschärfung: 1.600 Menschen müssen Zuhause verlassen

Datum31.05.2026 06:53

Quellewww.zeit.de

TLDRIn Osnabrück müssen rund 1.600 Menschen am Sonntag ihre Wohnungen verlassen. Grund hierfür ist die Entschärfung von zwei Blindgängern aus dem Zweiten Weltkrieg, die im Lokviertel gefunden wurden. Bis 9 Uhr muss das Evakuierungsgebiet verlassen sein. Ein Evakuierungszentrum wird eingerichtet, auch die Bahn und der Busverkehr sind betroffen. Der Evakuierungsradius ist kleiner als zuletzt, da die Sprengkörper weniger Kampfmittel enthalten sollen.

InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Reste aus Zweitem Weltkrieg“. Lesen Sie jetzt „Bombenentschärfung: 1.600 Menschen müssen Zuhause verlassen“. Rund 1.600 Menschen müssen am Sonntag ihr Zuhause in Osnabrück wegen der Entschärfung von zwei Blindgängern verlassen. Bei Untersuchungen im Lokviertel seien die beiden Sprengkörper aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden worden, teilte die Stadt mit. Sie sollen nun von Fachleuten des Kampfmittelräumdienstes genauer untersucht und entschärft werden.  Bis 9.00 Uhr müssten alle Menschen das Evakuierungsgebiet verlassen haben, heißt es. Für Betroffene werde ein Evakuierungszentrum in der Gesamtschule Osnabrück-Schinkel eingerichtet. Die Stadt empfiehlt den Menschen aber, lieber bei Freunden und Verwandten unterzukommen. Ab 7.00 Uhr sollen Evakuierungsbusse die Leute aus der Gefahrenzone hinausbringen.  Die Stadt weist in ihren Mitteilungen ausdrücklich darauf hin, dass alle Menschen das Gebiet verlassen müssen. Wer nach 9.00 Uhr noch in der Sperrzone ist, riskiert ein Bußgeld von 300 Euro. Für Fragen von Bürgerinnen und Bürgern wurde ein Bürgertelefon eingerichtet. Weil auch Gleise in der Sperrzone liegen, müssen auch einige Züge umgeleitet werden. Betroffen sind laut Deutscher Bahn die ICE-Züge zwischen Hamburg und München sowie zwischen Amsterdam und Münster und zwischen Berlin und Aachen. Teilweise kommt es deshalb zu Verspätungen. Auch der Busverkehr in Osnabrück ist eingeschränkt. Hier kommt es zu Fahrplanabweichungen bei den Linien 13 sowie 381, 382 und 383.  Der Evakuierungsradius sei diesmal deutlich kleiner als zuletzt, hieß es. Laut Stadt liegt das vor allem daran, dass davon ausgegangen wird, dass die Sprengkörper nur rund 50 Kilogramm Kampfmittel enthalten. © dpa-infocom, dpa:260531-930-152300/1