Datum31.05.2026 05:35
Quellewww.zeit.de
TLDRDas US-Militär hat im östlichen Pazifik mutmaßliche Drogenschmuggler auf See angegriffen, wobei drei Menschen getötet wurden. Das Boot befand sich laut US-Geheimdiensten auf einer bekannten Drogenhandelsroute. Seit dem letzten Herbst führt das US-Militär solche Angriffe auf Anordnung von Präsident Trump durch, um den Drogenschmuggel in die USA zu unterbinden. Diese Aktionen, die wiederholt zu Todesopfern führen, werden von Kritikern wegen ihrer völkerrechtlichen Zulässigkeit in internationalen Gewässern angezweifelt.
InhaltBei dem Angriff des US-Militärs im östlichen Pazifik sind drei Menschen getötet worden. Das attackierte Boot sei auf einer bekannten Drogenhandelsroute unterwegs gewesen. Zum wiederholten Male hat das US-Militär nach eigenen Angaben ein Drogenschmugglerboot im östlichen Pazifik angegriffen und dabei drei Männer getötet. Das Boot sei nach Erkenntnissen der Geheimdienste auf einer bekannten Drogenhandelsroute unterwegs gewesen, teilte das für die Region zuständige US-Regionalkommando Southcom auf der Plattform X mit. US-Streitkräfte seien bei dem Angriff am Samstag nicht zu Schaden gekommen. Die Angaben des US-Militärs ließen sich zunächst nicht unabhängig überprüfen. Auf Anordnung von Präsident Donald Trump greift das US-Militär seit Herbst vergangenen Jahres Boote in der Karibik und im östlichen Pazifik an, mit denen angeblich Drogen in die USA geschmuggelt werden sollen. Dabei werden immer wieder Menschen getötet. Erst am Freitag hatte es einen ähnlichen Angriff gegeben, ebenfalls mit drei Toten. Kritiker bezweifeln, dass die tödlichen Angriffe in internationalen Gewässern völkerrechtlich zulässig sind. Die Vereinigten Staaten haben ein großes Drogenproblem, für das sie ausländische Schmuggler verantwortlich machen.