Datum31.05.2026 03:30
Quellewww.zeit.de
TLDRIn Hamburg stimmen rund 1,3 Millionen Bürger darüber ab, ob sich die Stadt um die Austragung der Olympischen Spiele 2036, 2040 oder 2044 bewerben soll. Die Entscheidung für eine Bewerbung muss zunächst getroffen werden, bevor der DOSB endgültig über eine deutsche Kandidatur entscheidet. Unterstützt wird die Bewerbung vom Senat, der CDU und Teilen der Wirtschaft, während Linke, AfD, "NOlympia" und Umweltschutzverbände dagegen sind. 2015 scheiterte Hamburg bereits an einer Bürgerabstimmung.
InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Ja oder Nein?“. Lesen Sie jetzt „Olympia-Entscheid in Hamburg: Soll sich die Stadt bewerben?“. Etwa 1,3 Millionen Menschen ab 16 Jahren sind am Sonntag in Hamburg aufgerufen, über eine Bewerbung der Hansestadt um die Olympischen Spiele 2036, 2040 und 2044 abzustimmen. Dabei geht es erst einmal darum, ob Hamburg sich weiter bemühen soll, Kandidat für eine deutsche Olympia-Bewerbung zu werben. Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) entscheidet am 26. September, mit welcher Stadt oder Region er in das internationale Rennen zieht. Hamburgs Konkurrenten sind München, die Rhein-Ruhr-Region mit Köln als Zentrum und Berlin. Initiator der Hamburger Bewerbung ist der rot-grüne Senat. Auch die CDU, weite Teile der Wirtschaft und des Sports stehen hinter dem Versuch. Die Linke und die AfD lehnen das Vorhaben ab. Zudem gibt es die Initiative "NOlympia". Auch von Umweltschutzverbänden gibt es Kritik. Eine eindeutige Tendenz für oder gegen die Olympia-Bewerbung war im Vorfeld des Referendums nicht festzustellen. Vor allem die Initiatoren und Befürworter hatten einigen Aufwand betrieben, um die Bürgerinnen und Bürger zu überzeugen. Zahlreiche Prominente aus Sport, Kultur und Wirtschaft warben für eine Zustimmung. Mit dem vorläufigen Endergebnis wird am Sonntag gegen 22.00 Uhr gerechnet. Um die 40 Prozent der Stimmberechtigten hatten ihre Entscheidung schon vor dem Referendum per Brief abgegeben. Schon einmal war Hamburg mit einer Olympia-Bewerbung an seinen Bürgern gescheitert. 2015 lehnten sie eine Kandidatur für die Spiele 2024 ab. © dpa-infocom, dpa:260531-930-152005/1