Tradition: Jubel und Hufschlag – 33 Wildpferd-Hengste gefangen

Datum30.05.2026 17:28

Quellewww.zeit.de

TLDRBeim jährlichen Wildpferdefang im Mehrfelder Bruch wurden 33 junge Hengste eingefangen. Dieses traditionelle Ereignis, das von Tausenden Schaulustigen verfolgt wird, dient der Verhinderung von Rangkämpfen und Überpopulation. Die gefangenen Tiere werden versteigert und die Erlöse fließen in den Erhalt der freilebenden Herde.

InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Tradition“. Lesen Sie jetzt „Jubel und Hufschlag – 33 Wildpferd-Hengste gefangen“. Huf-Gedonner und Gewieher bestimmen im Mehrfelder Bruch im Münsterland traditionell das letzte Mai-Wochenende: Beim Wildpferdefang in dem Naturschutzgebiet sind in diesem Jahr 33 männliche Fohlen eingefangen worden. Die traditionelle Trennung von der Herde wurde von den geübten Fängerinnen und Fängern in blauen Hemden und roten Halstüchern übernommen und von rund 15.000 Zuschauerinnen und Zuschauern in der Arena bejubelt. Das Spektakel für Pferdefans zieht jedes Jahr Tausende Menschen aus ganz Deutschland und den Nachbarländern in das Naturschutzgebiet bei Dülmen. Die jungen Hengste werden dort regelmäßig von der Herde getrennt, um Rangkämpfe und eine Überpopulation der rund 400 Tiere zu verhindern. Die Pferde werden im Anschluss versteigert. Besitzer Carl-Philipp Prinz von Croÿ finanziert nach Veranstalterangaben so auch den Erhalt der Herde, die demnach weitgehend ohne menschliche Eingriffe in freier Wildbahn lebt. © dpa-infocom, dpa:260530-930-151339/1