Datum30.05.2026 16:43
Quellewww.zeit.de
TLDRBeschäftigte von baden-württembergischen Spielbanken treten erstmals in den Warnstreik. Verdi fordert mehr Gehalt und will damit die Arbeitgeberseite unter Druck setzen, nachdem im Herbst 2025 alle Tarifverträge gekündigt wurden. Trotz der Streikankündigung der größten Gewerkschaft in Deutschland rechnet das Landesunternehmen damit, den Spielbetrieb in Baden-Baden, Stuttgart und Konstanz aufrechterhalten zu können. Verdi erwartet hingegen erhebliche Auswirkungen.
InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Tarifkonflikt“. Lesen Sie jetzt „Erstmals soll Warnstreik Spielbanken teilweise lahmlegen“. Zum ersten Mal in der Geschichte der baden-württembergischen Spielbanken haben Beschäftigte bei einem Warnstreik die Arbeit niedergelegt. Nach dem Beginn am Nachmittag sei spätestens am Abend mit deutlicheren Auswirkungen auf den Betrieb der Spielbanken in Baden-Baden, Stuttgart und Konstanz zu rechnen, sagte der Verhandlungsführer der Gewerkschaft Verdi, Frank Hawel, in Konstanz. Der Warnstreik soll bis Betriebsende am frühen Sonntag gehen. Während Verdi von erheblichen Auswirkungen auf den Spielbetrieb ausgeht, teilte das Landesunternehmen mit: "Der Spielbetrieb ist am Samstag trotz des angekündigten Streiks in allen drei Häusern gemäß Glücksspielstaatsvertrag voraussichtlich gewährleistet." Der Arbeitgeber hatte nach Angaben von Verdi im September 2025 alle Tarifverträge gekündigt, darunter auch die betriebliche Gesundheitsförderung und den Altersvorsorgetarifvertrag. In zwei Gesprächsrunden zum ausgelaufenen Gehaltstarifvertrag sei es nicht gelungen, ein Ergebnis zu erzielen. In den drei Spielbanken arbeiten über 500 Beschäftigte. Verdi fordert in der laufenden Tarifrunde einen Sockelbetrag von 350 Euro plus drei Prozent rückwirkend zum 1. Januar 2026. © dpa-infocom, dpa:260530-930-151160/1