Goldsucher in Laos: Vier Goldsucher retten sich selbst aus Höhle

Datum30.05.2026 13:45

Quellewww.zeit.de

TLDRVier Goldsucher, die zehn Tage in einer überfluteten Höhle in Laos eingeschlossen waren, haben sich selbst gerettet. Sie erreichten aus eigener Kraft den Ausgang der Höhle. Zuvor war bereits ein weiterer Goldsucher geborgen worden. Zwei Männer werden noch vermisst. Die Gruppe war bei der Goldsuche von einer Sturzflut eingeschlossen worden. Die Rettungsarbeiten wurden durch hohen Wasserstand und Sauerstoffmangel erschwert.

InhaltAus einer teilweise überschwemmten Höhle in Laos sind vier weitere Männer gerettet worden. Die Goldsucher waren dort seit zehn Tagen eingeschlossen. Vier weitere Goldsucher, die seit rund zehn Tagen in einer überfluteten Höhle eingeschlossen waren, sind frei. Sie hätten es aus eigener Kraft geschafft, den Ausgang zu erreichen, sagte der an der Rettungsmission beteiligte australische Höhlentaucher Josh Richards der Nachrichtenagentur dpa. Damit sind nun fünf Goldsucher, die in der überschwemmten Höhle in der Provinz Xaisomboun gefangen waren, in Sicherheit. Ein Mann war bereits am Freitagabend geborgen worden. Die Gruppe war am Mittwoch von Rettungsteams in einer Kammer Hunderte Meter vom Eingang entdeckt worden. Von zwei weiteren Männern, die sich an einem anderen Ort in der Höhle aufhielten, fehlt noch immer jede Spur. Auf der Suche nach Gold waren insgesamt sieben Dorfbewohner in die weit verzweigte Höhle in einer abgelegenen Gegend vom Zentrum von Laos hinabgestiegen. Bei einer Sturzflut drang Wasser ein und schnitt ihnen den Rückweg ab. Wie genau es den vier Goldsuchern gelang, die schmalen, von scharfem Gestein geprägten Gänge zu passieren, war zunächst unklar. Videos der Retter hatten zuvor immer wieder gezeigt, wie Experten sich kriechend durch den Tunnel zwängten und nur zentimeterweise vorwärts kamen. "Sie haben es ganz alleine geschafft – wir waren gerade Wasser am Abpumpen und vor der Höhle", sagte der australische Höhlentaucher JoshRichards. "Ich wollte gerade wieder in die Höhle hineingehen, als sie da plötzlich rauskamen." Offenbar war der Wasserstand in der Höhle inzwischen so weit versunken, dass die Goldsucher nicht mehr tauchen mussten. Der teilweise sehr hohe Wasserstand der letzten Tage galt als eines der größten Hindernisse der Rettungsmission, da die Männer keinerlei Erfahrung mit Tauchausrüstung hatten. Zudem war das Wasser extrem trüb und eiskalt. Ein weiteres Problem war der Sauerstoffmangel: Die Luft in der Kammer und in den engen Tunneln war Berichten zufolge sehr schlecht. Die vier Goldsucher wurden auf Tragen zum Krankenwagen gebracht und werden nun medizinisch untersucht. Zuvor hatten Rettungskräfte berichtet, dass einige der Eingeschlossenen unter Hautproblemen durch die dauerhafte Feuchtigkeit sowie unter Magen- und Darmbeschwerden litten.