Gerrymandering: Wahlkreis mit mehrheitlich schwarzen Wählern wird neu zugeschnitten

Datum30.05.2026 09:05

Quellewww.zeit.de

TLDRDer Senat von Louisiana hat einem Neuzuschnitt eines mehrheitlich von Schwarzen bewohnten Wahlkreises zugestimmt, was den Republikanern zugutekommen könnte. Dies geschah nach einem Urteil des Obersten Gerichtshofs, das den Schutz schwarzer Wahlkreise aufhob. Bisher gab es zwei solche Wahlkreise, die von Demokraten vertreten wurden. Der Neuzuschnitt, der insbesondere den Wahlkreis des Demokraten Cleo Fields betrifft, könnte juristisch angefochten werden. Solche Neuzuschnitte politisch motivierter Wahlkreise sind im Süden der USA vermehrt zu beobachten.

InhaltIn Louisiana wird ein Wahlkreis zugunsten der Republikaner verändert. Seit einem Gerichtsurteil genießen mehrheitlich schwarze Wahlkreise keinen besonderen Schutz mehr. Im US-Bundesstaat Louisiana hat der Senat des Bundesstaats zugestimmt, einen Wahlkreis neu zuzuschneiden, in dem mehrheitlich schwarze Menschen wählen. Davon profitieren könnten die Republikaner bei den Zwischenwahlen im November. Der Neuzuschnitt könnte noch juristisch angefochten werden. Bisher gab es in Louisiana zwei Wahlkreise, die mehrheitlich von Schwarzen bewohnt werden und von zwei demokratischen Abgeordneten vertreten werden. Betroffen ist vor allem der Wahlkreis des schwarzen, demokratischen Abgeordneten Cleo Fields. Bei den Zwischenwahlen werden das gesamte US-Repräsentantenhaus und ein Drittel des Senats neu gewählt. Abgeordnete des Repräsentantenhauses benötigen zur Wahl Mehrheiten in kleineren Wahlkreisen. Der Oberste Gerichtshof der Vereinigten Staaten hatte Ende April den über sechs Jahrzehnte bestehenden Schutz mehrheitlicher schwarzer Wahlkreise verworfen. Seitdem sind vor allem Wahlbezirke im Süden der USA Ziel politisch motivierter Neuzuschnitte. Dieser Artikel wird weiter aktualisiert.