Datum30.05.2026 04:50
Quellewww.zeit.de
TLDREin schweres Gewitter hat Nordrhein-Westfalen und Teile Niedersachsens heimgesucht. Hunderte Feuerwehreinsätze waren nötig, da Bäume umstürzten und Keller überflutet wurden. Der Bahnverkehr, besonders auf vielen Strecken in NRW, war stark beeinträchtigt und teilweise gesperrt. Sowohl Regional- als auch Fernzüge mussten auf Bahnhöfen warten. Auch in Niedersachsen wurde vor Unwettern gewarnt.
InhaltIn Nordrhein-Westfalen und Teilen Niedersachsens hat ein heftiges Gewitter für hunderte Feuerwehreinsätze gesorgt. Der Regional- und Fernverkehr der Bahn war gestört. Eine Unwetterfront mit Gewitter und kräftigem Regen hat in der Nacht für Chaos in Teilen von Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen gesorgt. Bäume stürzten um, Keller liefen voll, Straßen wurden überflutet, Fernzüge mussten in Bahnhöfen warten und Ruderer wurden aus einem Fluss gerettet. Nach Angaben der Deutschen Bahn war der Zugverkehr auf mehreren Strecken in NRW beeinträchtigt, einige Linien wurden gesperrt. In Münster musste die Feuerwehr einen entwurzelten Baum aus einer Bahnoberleitung schneiden, dort wurde eine Bahnstrecke zeitweise gesperrt. Beeinträchtig war auch der Fernverkehr. Mehrere Züge warteten aus Sicherheitsgründen an Bahnhöfen den Durchzug der Gewitterfront ab und setzten danach die Fahrt fort. Betroffen waren die Fernverkehrsverbindungen Münster-Osnabrück-Bremen sowie von Osnabrück in die Niederlande und vom Ruhrgebiet nach Hannover. Zwischen Hamm und Minden in Ostwestfalen wurde der Seite Zuginfo.NRW zufolge der Regionalverkehr eingestellt. Auch auf weiteren Strecken etwa zwischen Hagen und Gevelsberg, Lippstadt und Hofgeismar fuhren keine Züge mehr. Die Reparaturen an vom Unwetter beschädigten Oberleitungen sollten im Laufe des Vormittags beendet werden. Allein aus Münster meldete die Feuerwehr in zwei Stunden mehr als 120 Einsätze. Dort liefen viele Keller voll, auf den Straßen lagen umgestürzte Bäume. Zwei Ruderer wurden aus der Werse gerettet. Ein Open-Air-Konzert musste nach Angaben des WDR nahe der Halle Münsterland abgebrochen werden. In Witten blieb ein Autofahrer mit seinem Fahrzeug im Wasser stecken. Die Leitstelle für den Kreis Warendorf meldete Dutzende Notrufe. Im Kreis Soest waren nach Angaben der Feuerwehr rund 350 Einsatzkräfte unterwegs. In Lippstadt gab es 50 unwetterbedingten Einsätze. Die Bahnlinien von Soest nach Dortmund, Hamm und Lippstadt waren gesperrt. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hatte auch für Teile Niedersachsens vor schwerem Gewitter, heftigem Starkregen und Hagel gewarnt. Eine amtliche Unwetterwarnung (Stufe 3 von 4) gab der Wetterdienst für den Südwesten Niedersachsens und den Norden Nordrhein-Westfalens heraus.