Schulabbrecherquote: Gut sechs Prozent der Jugendlichen sind ohne Schulabschluss

Datum30.05.2026 04:00

Quellewww.zeit.de

TLDRIn Hessen ist die Schulabbrecherquote im Schuljahr 2024/2025 mit 6,3% stabil geblieben, was bundesweit den niedrigsten Wert darstellt. 3.790 Schüler verließen die Schule ohne Abschluss; davon erhielten 2.100 sonderpädagogische Förderung für angepasste Abschlüsse. Das Ministerium führt die niedrige Quote auf umfangreiche Sprachfördermaßnahmen zurück. Kultusminister Schwarz betont die Bedeutung von Abschlüssen für Zukunftsperspektiven und kündigt Stärkung der Mathematik-Kompetenzen an.

InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Schulabbrecherquote“. Lesen Sie jetzt „Gut sechs Prozent der Jugendlichen sind ohne Schulabschluss“. Die Quote von Schulabgängern ohne Hauptschulabschluss ist in Hessen nach dem Schuljahr 2024/2025 mit 6,3 Prozent weitgehend stabil geblieben. Im vorangegangenen Schuljahr hatte der Wert bei 6,2 Prozent gelegen. Wie das Kultusministerium in Wiesbaden auf Anfrage mitteilte, verließen 2025 rund 3.790 Schülerinnen und Schüler die Schule ohne Abschluss.  Darunter sind den Angaben zufolge rund 2.100 Jugendliche, die aufgrund einer Beeinträchtigung ihrer Bildungs-, Entwicklungs- oder Lernmöglichkeiten eine sonderpädagogische Förderung erhielten. Sie strebten in angepassten Bildungsgängen spezielle Abschlüsse außerhalb des Hauptschulabschlusses an. Bei der Schulabbrecherquote wird der jeweilige Anteil an der gleichaltrigen Wohnbevölkerung gemessen.  Hessen sei im zurückliegenden Schuljahr bundesweit das Land mit der niedrigsten Schulabbrecherquote gewesen, ergänzte ein Ministeriumssprecher und verwies auf einen Bericht der Rechercheplattform "Correctiv". Demnach liegt Hessen vor Bayern (6,6 Prozent) und Hamburg (7,1 Prozent).  "Die niedrige Schulabbrecherquote ist vor allem den umfangreichen Sprachfördermaßnahmen in hessischen Schulen zuzuschreiben", erläuterte der Sprecher. In verpflichtenden Vorlaufkursen werden Kinder mit Defiziten in Deutsch im Jahr vor der Einschulung intensiv auf den Unterricht vorbereitet. Zudem sei der Deutschunterricht in der Grundschule stetig ausgebaut worden. Zugewanderte oder geflüchtete Kinder und Jugendliche werden in speziellen Deutsch-Intensivkursen unterrichtet. "Mehr qualifizierte Abschlüsse und weniger Schulabbrüche stärken die Zukunftsperspektiven", erklärte Kultusminister Armin Schwarz (CDU). "Nach unserem konsequenten Ausbau der Deutschförderung werden wir die Mathematik-Kompetenzen der Kinder und Jugendlichen jetzt mit innovativem Unterricht und einem digitalen Lernsystem weiter stärken." © dpa-infocom, dpa:260530-930-149024/1