Datum29.05.2026 20:39
Quellewww.zeit.de
TLDRStefan Möller, en yakın collaboratör av Björn Höcke och vice ledare för AfD Thüringen, kandiderar till AfD:s federala styrelse. Han vill påverka partiets utveckling och förespråkar ökad offentlighetsarbete framför enbart juridiskt fokus, särskilt i förhållande till underrättelsetjänsten. Möller uttrycker också oenighet med andra framstående AfD-politiker, och hans agerande sker under observation av Thüringens författningsskyddsmyndighet som bedömer delar av partiet som säkert högerextremistiska.
InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Vor Parteitag im Juli“. Lesen Sie jetzt „Höcke-Vertrauter will für AfD-Bundesvorstand kandidieren“. Thüringens AfD-Co-Chef Stefan Möller will als stellvertretender Bundessprecher seiner Partei kandidieren. "Klar will der Thüringer Landesverband weiterhin Einfluss nehmen – im Rahmen seiner Möglichkeiten – auf die Entwicklung des Bundesverbands", sagte Möller der Deutschen Presse-Agentur am Rande eines Landesparteitages in Pfiffelbach. Es habe dazu längerfristige Planungen gegeben. Es gebe aber auch persönliche Gründe für den Schritt. "Ich bin auch jemand, der immer mal eine neue Herausforderung braucht." Möller ist Jurist, seit 2014 neben Björn Höcke Landessprecher der Thüringer AfD und gilt als dessen Vertrauter. Anfang Juli soll bei einem Bundesparteitag in Erfurt ein neuer Bundesvorstand gewählt werden. Bisher ist mit Stephan Brandner auch schon ein Thüringer AfD-Politiker stellvertretender Bundessprecher der Partei. Auf die Frage, welche Akzente er im Bundesvorstand setzen wolle, sagte Möller, in Thüringen habe die AfD im Umgang mit dem Verfassungsschutz beispielsweise weniger auf einen juristisch fokussierten Ansatz gesetzt und stattdessen stärker auf Öffentlichkeitsarbeit. Er habe auch eine andere Auffassung als etwa der AfD-Bundestagsabgeordnete Maximilian Krah. "Ich glaube nicht, dass es möglich ist, durch das Einhalten irgendwelcher kommunikativer Vorgaben oder programmatischer Restriktionen die Verbotsbefürworter zu überzeugen, dass die AfD eigentlich doch demokratisch ist. Ich glaube, das geht nicht", sagte Möller. Die Thüringer AfD wird vom Landesverfassungsschutz als gesichert rechtsextremistisch eingestuft und beobachtet. Anders als andere Landesverbände klagte die Thüringer AfD nicht direkt gegen die Einstufung, sondern nur gegen einzelne Passagen im Verfassungsschutzbericht. Möller hatte dazu im Jahr 2023 gesagt: "Sie können einen Enthauptungsschlag durchführen, wenn Sie den Gegner bekämpfen wollen, oder Sie filetieren ihn, Stück für Stück." Man habe sich für zweitere Variante entschieden. © dpa-infocom, dpa:260529-930-148451/1