Datum29.05.2026 18:39
Quellewww.zeit.de
TLDRDie Sportlerehrung in Tübingen findet am 30. Juni in einem neuen, barrierefreien Veranstaltungsort statt, dem Marc-Kemmler-Saal, da die ursprünglich geplante Aula der Mensa Uhlandstraße nicht zugänglich war. Dies war nötig geworden, da Para-Tischtennisspielerin Cary Hailfinger die Bühne aufgrund fehlender Rollstuhlerreichbarkeit nicht betreten konnte. Die Stadt dankt Unterstützern und plant Spenden für dauerhaft barrierefreie Lösungen. Oberbürgermeister Palmer hatte zunächst eine temporäre Rampe abgelehnt und erntete dafür Kritik.
InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Streit um Barrierefreiheit“. Lesen Sie jetzt „Sportlerehrung in Tübingen an neuem Veranstaltungsort“. Die Sportlerehrung in Tübingen hat wegen bisher fehlender Barrierefreiheit einen neuen Veranstaltungsort bekommen. Die Ehrung finde am 30. Juni im barrierefrei zugänglichen Marc-Kemmler-Saal der Musikschule Tübingen statt, teilte die Stadt mit. Dort sei die Bühne mit einem Hublift ausgestattet und für Menschen im Rollstuhl erreichbar. Zuvor war die Veranstaltung in der Aula der Mensa Uhlandstraße geplant gewesen. Deren Bühne ist jedoch nur über eine Treppe erreichbar. Para-Tischtennisspielerin Cary Hailfinger, die überwiegend einen Rollstuhl nutzt, hatte zunächst zugestimmt. Später erklärte sie, die Bühne so nicht betreten zu können. Technische Alternativen wie ein mobiler Lift oder eine Rampe erwiesen sich als ungeeignet. Für den neuen Veranstaltungsort verzichtet der Bachchor auf eine geplante Probe und weicht aus. Die Stadt dankte dem Ensemble sowie Unterstützern, die Hilfe angeboten hatten. Zugleich kündigte sie an, Spenden für dauerhafte barrierefreie Lösungen in weiteren Veranstaltungsräumen zu sammeln. Zuvor hatten sich in der Debatte um eine mögliche Rampe zahlreiche Sponsoren gemeldet, die Unterstützung angeboten hatten. Hailfinger, die deutsche Vizemeisterin im Para-Tischtennis-Doppel ist, hatte die Hilfsbereitschaft begrüßt. Oberbürgermeister Boris Palmer (parteilos) hatte zunächst eine temporäre Rampe unter Verweis auf Kosten und organisatorische Nachteile abgelehnt. Dafür erntete er Kritik, unter anderem von Behindertenverbänden. Bei der Traditionsveranstaltung der Stadt werden die sportlichen Erfolge der Männer und Frauen gefeiert. © dpa-infocom, dpa:260529-930-148109/1