Naturschutz auf See: Umweltminister will mehr Schutz im Nationalpark Wattenmeer

Datum29.05.2026 17:38

Quellewww.zeit.de

TLDRSchleswig-Holsteins Umweltminister Tobias Goldschmidt fordert zum 40. Jubiläum des Nationalparks Wattenmeer eine deutliche Ausweitung nutzungsfreier Zonen. Derzeit seien nur drei Prozent wirklich geschützt, was der Minister als unzureichend für die Zukunft des sensiblen Ökosystems bezeichnet. Er strebt eine größere nutzungsfreie Fläche und die Einrichtung von Nationalpark-Rangern auf See an, um die Überwachung und den Schutz der Gebiete zu verbessern.

InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Naturschutz auf See“. Lesen Sie jetzt „Umweltminister will mehr Schutz im Nationalpark Wattenmeer“. Schleswig-Holsteins Umweltminister Tobias Goldschmidt spricht sich zum 40-jährigen Bestehen des Nationalparks Wattenmeer für einen besseren Schutz aus. "Es kann nicht sein, dass nach vier Jahrzehnten gerade einmal drei Prozent des Nationalparks wirklich nutzungsfrei sind", teilte der Grünen-Politiker nach der internationalen Wattenmeerkonferenz im dänischen Esbjerg mit. "Um diesen sensiblen Naturraum für die Zukunft zu erhalten, müssen wir zügig die Flächen vergrößern, in denen Natur Natur sein darf." In Schleswig-Holstein sei in der Landes-Biodiversitätsstrategie klar festgelegt, dass das für mehr als die Hälfte des Nationalparks gelten solle. "Die Zeit der Dribbelschritte im Naturschutz ist vorbei", so der Minister. Gemeinsam mit Hamburg und Niedersachsen möchte Goldschmidt die Durchsetzung von Regeln und die Naturbeobachtung im Nationalpark stärken. Bisher gebe es ausschließlich Nationalparkarbeit von Land aus. "Das ist nicht mehr zeitgemäß. Neben unseren hervorragenden Rangern an Land brauchen wir künftig auch Nationalparkranger auf dem Wasser", forderte Goldschmidt. Der Plan sei, ein Ranger-Team mit Schiffen und der nötigen Ausrüstung für die Betreuung des Nationalparks und der Schutzgebiete auf See aufzubauen.  Die Ranger sollen für eine Vernetzung der bundesweiten Meeresschutzgebiete sorgen, diese auf See betreuen und Besucher lenken, informieren, Schutzmaßnahmen umsetzen und zum Beispiel Wasserproben zur Überwachung nehmen. © dpa-infocom, dpa:260529-930-147813/1