Datum15.10.2025 15:44
Quellewww.zeit.de
TLDRDas Bundeskabinett plant, die Zusatzbeiträge für gesetzlich Versicherte 2024 stabil zu halten, um regelmäßige Erhöhungen zu verhindern. Ein Sparpaket von zwei Milliarden Euro soll die finanzielle Deckungslücke für 2026 schließen. Gesundheitsministerin Nina Warken betont, dass dies ein Beitrag zum wirtschaftlichen Aufschwung ist. Der zukünftige "durchschnittliche" Zusatzbeitrag wird voraussichtlich bei 2,9 Prozent bleiben, jedoch entscheiden die Krankenkassen je nach ihrer Finanzlage über die Höhe der tatsächlichen Beiträge.
InhaltGesetzlich Versicherte sollen nach Vorstellung der Regierung vorerst keine höheren Zusatzbeiträge zahlen. Das Kabinett will die zuletzt regelmäßigen Erhöhungen stoppen. Die Krankenkassenbeiträge für gesetzlich Versicherte sollen nach dem Willen der Bundesgesundheitsministerin im nächsten Jahr insgesamt stabil bleiben können. Das Bundeskabinett brachte dazu ein Sparpaket von zwei Milliarden Euro auf den Weg, das den Druck für neue Beitragserhöhungen auflösen soll. Ausgaben vor allem bei Kliniken sollen dabei gebremst werden. "Die Bundesregierung hat Wort gehalten", sagte Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU). Eine ermittelte Deckungslücke von zwei Milliarden Euro für 2026 werde geschlossen. Damit durchbreche man die schon zur Gewohnheit gewordenen Erhöhungen der Zusatzbeiträge in den vergangenen Jahren. "Stabile Sozialbeiträge sind ein Beitrag zum notwendigen wirtschaftlichen Aufschwung in unserem Land", sagte Warken. Erst Anfang 2025 hatte es eine breite Erhöhungswelle gegeben. Angesichts stark steigender Ausgaben drohten zum 1. Januar 2026 die nächsten Anhebungen. Stabile Beiträge für alle Versicherte bei jeder einzelnen Krankenkasse können jedoch nicht von der Bundesregierung vorgeschrieben werden. Das Gesundheitsministerium macht jeweils zum 1. November einen "durchschnittlichen Ausgaben deckenden Zusatzbeitrag" für das Folgejahr bekannt, der einen Orientierungswert darstellt. Warken sagte, dieser Wert dürfte mit dem Kabinettsbeschluss "auf dem heutigen Niveau" von 2,9 Prozent stabilisiert werden. Die Krankenkassen entscheiden dann allerdings je nach ihrer Finanzlage, wie hoch sie ihre Zusatzbeiträge ansetzen, die zum allgemeinen Beitragssatz von einheitlich 14,6 Prozent hinzukommen. Dieser Artikel wird weiter aktualisiert.