Anschlagspläne in Wien: 15 Jahre Haft für Angeklagten im Prozess um Taylor-Swift-Konzerte

Datum28.05.2026 21:59

Quellewww.zeit.de

TLDREin 21-jähriger Islamist wurde in Wien zu 15 Jahren Haft verurteilt, weil er einen Anschlag auf ein Taylor-Swift-Konzert im August 2024 geplant hatte. Er gestand, mit zwei weiteren Personen eine IS-Zelle gebildet zu haben und beabsichtigte, mit Messern oder Sprengsätzen möglichst viele Fans vor dem Stadion zu töten. Die Anschlagspläne wurden durch internationale Geheimdienste aufgedeckt, woraufhin der Mann einen Tag vor dem ersten Konzert festgenommen wurde. Die Konzerte wurden aus Sicherheitsgründen abgesagt.

InhaltIn Wien ist ein Islamist verurteilt worden, weil er einen Anschlag auf ein Taylor-Swift-Konzert geplant hatte. Im Prozess bekannte er sich schuldig. Im Prozess um islamistische Anschlagspläne auf ein Konzert der Sängerin Taylor Swift in Wien hat das Landesgericht Wiener Neustadt einen 21-Jährigen schuldig gesprochen. Er wurde zu 15 Jahren Haft verurteilt. Das Gericht sah es als erwiesen an, dass der österreichische Staatsbürger Anschläge geplant sowie mit zwei weiteren Österreichern eine Zelle der Terrormiliz "Islamischer Staat" gebildet hatte. Der Islamist hatte geplant, im August 2024 ein Konzert des US-Superstars Swift anzugreifen. Während des Prozesses bekannte er sich in den Hauptanklagepunkten schuldig. Er habe vor dem IS wie ein Held dastehen und berühmt werden wollen, sagte er vor dem Landesgericht zu seinen Anschlagsplänen. Ziel seines geplanten Anschlages waren demnach die Fans vor dem Konzertgelände. Der geplante Angriff sollte am 9. August 2024 stattfinden, dem Termin des zweiten von drei geplanten Konzerten im Ernst-Happel-Stadion. Nach Angaben der Polizei plante der Mann einen Angriff mit Messern oder selbst gebauten Sprengsätzen außerhalb des Stadions. Dabei sollten so viele Menschen wie möglich getötet werden. Im Vorfeld soll er dem IS die Treue geschworen und sich mit Mitgliedern der Gruppe beraten haben. Nachdem die österreichischen Behörden mithilfe von US-Geheimdiensten die Anschlagspläne aufgedeckt hatten, wurde der Mann einen Tag vor dem ersten der ⁠drei Konzerttermine festgenommen. Laut der Staatsanwaltschaft hatte der junge Mann mit nordmazedonischen Wurzeln zum Zeitpunkt seiner Festnahme eine Schrapnell-Bombe fast fertiggestellt. Sicherheitshalber wurden alle drei Konzerte in Wien mit fast 200.000 erwarteten Besuchern vom Veranstalter abgesagt. Swift hatte sich betroffen gezeigt und versprochen, wiederzukommen. Dieser Artikel wird weiter aktualisiert.