Abgeordnetenhauswahl: Wagenknecht: Selenskyj nicht «mit Milliarden schmieren»

Datum28.05.2026 18:59

Quellewww.zeit.de

TLDRSahra Wagenknecht fordert ein Ende der deutschen Ukraine-Hilfen und kritisiert die Gelder als "Verschwendung". Sie argumentiert, dass diese Milliarden den Krieg eskalieren lassen und die Rente gekürzt werden müsse, während die Ukraine mit westlicher Technologie russische Ziele angreife. Wagenknecht äußert Kriegsangst und sammelt Unterschriften für die Berliner Abgeordnetenhauswahl. Ihr neu gegründetes Bündnis liegt in Umfragen bei drei bis vier Prozent.

InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Abgeordnetenhauswahl“. Lesen Sie jetzt „Wagenknecht: Selenskyj nicht "mit Milliarden schmieren"“. Im Berliner Wahlkampf hat BSW-Gründerin Sahra Wagenknecht für ein Ende der deutschen Ukraine-Hilfen geworben. Es sei Irrsinn, "dass wir Milliarden und Abermilliarden verpulvern, um Herrn Selenskyj und seine Clique zu schmieren", sagte Wagenknecht bei einer Kundgebung mit einigen Hundert Menschen in Schöneberg. "Da ist endlos Geld, aber bei der Rente erzählen sie uns, da muss gekürzt werden."  Die Ukraine greife mit westlicher Technologie tief im Hinterland zivile Einrichtungen in Russland an, sagte Wagenknecht. "Was ist denn die Konsequenz? Dass irgendwann im Kreml einer der Überzeugung ist, jetzt müssen wir mit russischen Waffen den Krieg auch dahin tragen, wo diese Waffen produziert wurden. Und das ist hier bei uns." Sie habe Kriegsangst, sagte die 56-Jährige. Russland hatte im Februar 2022 die Ukraine angegriffen und hält etwa ein Fünftel des Landes besetzt. Hunderttausende Soldaten und Zivilisten wurden seither verletzt oder getötet. Auch in den vergangenen Tagen hatte es massive russischen Luftangriffe auf den Nachbarstaat gegeben. Das Bündnis Sahra Wagenknecht sammelt derzeit in Berlin Unterschriften, um sich bei der Abgeordnetenhauswahl im September bewerben zu können. Wagenknecht hatte die Partei Anfang 2024 gegründet. Den Einzug in den Bundestag hatte sie 2025 knapp verfehlt. Wagenknecht gab den Parteivorsitz ab. In Berlin lag das BSW in jüngsten Umfragen bei drei bis vier Prozent. © dpa-infocom, dpa:260528-930-142830/1