Öffentliches Gelöbnis: Bundeswehr-Rekruten leisten Fahneneid vor Abgeordnetenhaus

Datum28.05.2026 19:01

Quellewww.zeit.de

TLDRRund 30 Bundeswehr-Rekruten leisteten vor dem Berliner Abgeordnetenhaus ihren Fahneneid. Die Zeremonie fand zum dritten Mal statt und unterstreicht die Präsenz der Bundeswehr in der Gesellschaft. Der Regierende Bürgermeister betonte die Verantwortung der Soldaten für Frieden und Freiheit. Die Präsidentin des Abgeordnetenhauses sprach über die Notwendigkeit persönlichen Einsatzes für Demokratie und erwähnte die Debatte um eine Wiedereinführung der Wehrpflicht angesichts aktueller sicherheitspolitischer Herausforderungen. Zeitgleich protestierten einige Gruppen gegen den Wehrdienst und eine "Militarisierung des öffentlichen Raums".

InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Öffentliches Gelöbnis“. Lesen Sie jetzt „Bundeswehr-Rekruten leisten Fahneneid vor Abgeordnetenhaus“. Bei einem öffentlichen Gelöbnis der Bundeswehr vor dem Berliner Abgeordnetenhaus haben rund 30 Rekrutinnen und Rekruten ihren Fahneneid geleistet. Die jungen Soldaten gehören dem Wachbataillon beim Bundesverteidigungsministerium an. An der feierlichen Zeremonie nahmen nach Angaben von Parlament und Bundeswehr etwa 200 Gäste teil, darunter Familienangehörige der Rekruten und Vertreter aus Politik und Gesellschaft. Es war nach 2024 und 2025 das dritte öffentliche Gelöbnis vor dem Parlament.  "Die Bundeswehr gehört in die Mitte unserer Gesellschaft. Das zeigt das feierliche Gelöbnis vor dem Berliner Abgeordnetenhaus bereits zum dritten Mal", sagte der Regierende Bürgermeister Kai Wegner (CDU) in einem Grußwort. "Wer den Eid auf die Bundesrepublik Deutschland leistet, übernimmt Verantwortung für Frieden, Freiheit und Demokratie in unserem Land und weltweit."  Die Präsidentin des Berliner Abgeordnetenhauses, Cornelia Seibeld (CDU), erinnerte in ihrer Rede daran, dass Freiheit nicht selbstverständlich sei. "Menschenwürde, Freiheit und Demokratie bleiben ohne persönlichen Einsatz nicht dauerhaft bestehen. Diese Werte lassen sich nicht vom Sofa aus verteidigen."  Daher werde zu Recht wieder eine Diskussion über eine Wehrpflicht geführt, so Seibeld. "Die sicherheitspolitischen Herausforderungen unserer Zeit machen deutlich: Auf Dauer wird es vermutlich nicht ausreichen, allein auf Freiwilligkeit zu setzen." Unweit des abgesperrten Gelöbnis-Ortes demonstrierten laut Polizei einige Menschen gegen den Wehrdienst. In einem Aufruf zu dem Protest beklagten linke Gruppen eine zunehmende "Militarisierung des öffentlichen Raums" und betonten: "Wir geloben der Kriegsdienstverweigerung". © dpa-infocom, dpa:260528-930-142838/1