Datum28.05.2026 14:34
Quellewww.spiegel.de
TLDRGegen eine bekannte Berliner Dragqueen wurde Anklage wegen des Besitzes von kinder- und jugendpornografischem Material erhoben. Einem 46-jährigen Mann wird vorgeworfen, im Juli 2025 umfangreiche Inhalte auf elektronischen Datenträgern gespeichert zu haben. Die Ermittlungen begannen auf Basis eines Hinweises einer US-amerikanischen Organisation. Ob es zu einem Prozess kommt, entscheidet nun das Amtsgericht Tiergarten. Der Beschuldigte hat sich zu den Vorwürfen bisher nicht geäußert.
InhaltGegen eine Berliner Dragqueen wird seit Monaten ermittelt, weil sie Abbildungen sexueller Gewalt an Kindern besessen haben soll. Nun muss das Amtsgericht Tiergarten entscheiden, ob es zu einem Prozess kommt. Ein 46-jähriger Mann, der unter anderem in Berlin als bekannte Dragqueen auftrat, ist wegen des Besitzes kinderpornografischer und jugendpornografischer Inhalte angeklagt worden. Das teilt die Berliner Staatsanwaltschaft mit . Mario O. alias Jurassica Parka soll laut den Vorwürfen im Juli 2025 in seiner Wohnung auf elektronischen Datenträgern mutmaßlich kinderpornografische Videos von mehreren Stunden Länge, jugendpornografisches Videomaterial von unter einer Stunde Länge sowie kinder- und jugendpornografische Bilder gespeichert haben. Ob es zum Prozess gegen den Mann kommt, muss nun das Amtsgericht Tiergarten entscheiden. Die Ermittlungen der Polizei begannen mit einem Hinweis der US-amerikanischen Nicht-Regierungsorganisation NCMEC ("National Center for Missing and Exploited Children", deutsch: Nationales Zentrum für vermisste und ausgebeutete Kinder) im Zusammenhang mit der im Internet verwendeten IP-Adresse, so die Staatsanwaltschaft. Es folgte eine Durchsuchung der Wohnung des Mannes durch die Polizei. Der Beschuldigte schweigt laut Mitteilung zu den Vorwürfen . Es gilt die Unschuldsvermutung. O. hatte im Herbst 2025 mitgeteilt, sich zeitweilig aus der Öffentlichkeit zurückzuziehen. Er habe sich entschieden, "erst mal nicht aufzutreten", teilte er damals in einem Beitrag bei Instagram mit. Als Grund nannte er ein Suchtproblem und strafrechtliche Ermittlungen wegen "eines mutmaßlichen Onlinevergehens". Den konkreten Tatvorwurf nannte er nicht. Sein Management teilte damals auf Anfrage mit, es könne dazu "im laufenden Verfahren keine Auskünfte erteilen".