Datum28.05.2026 11:35
Quellewww.zeit.de
TLDRRund 400 Migranten wurden südlich von Kreta gerettet. Die griechische Küstenwache und Frontex koordinierten die Einsätze, nachdem Boote nahe der Küste und vor Gavdos entdeckt worden waren. Angesichts von 550.000 auf die Überfahrt wartenden Migranten in Libyen und der aktuellen ruhigen Wetterlage wird mit weiteren Migrantenbooten gerechnet, die sich auf dem Weg nach Europa befinden.
InhaltMehrere Boote mit hunderten Migranten sind einem Medienbericht zufolge südlich von Kreta entdeckt und gerettet worden. Wegen der ruhigen See könnten weitere Boote folgen. Innerhalb von 48 Stunden haben die griechische Küstenwache und die europäische Grenzschutzagentur Frontex einem Bericht zufolge vor Kreta rund 400 Migranten in Sicherheit gebracht. Wie der griechische Sender ERTNews unter Berufung auf Angaben der Küstenwache berichtet, wurde der Einsatz vom gemeinsamen Such- und Rettungszentrum der Küstenwache koordiniert. Den Angaben nach erfolgte die Ortung der Boote durch Luftfahrzeuge und Schiffe der Frontex-Einheit in einer Entfernung von 53 bis 16 Seemeilen vor der Küste von Kreta und Gavdos. Der griechische Migrationsminister Thanos Plevris hatte erst vor wenigen Tagen gesagt, dass in Libyen derzeit etwa 550.000 Migranten auf eine Möglichkeit zur Überfahrt nach Europa warten. Nach Einschätzung der Behörden begünstigen die aktuell ruhigen Wetterverhältnisse zwischen Libyen und Kreta weitere Überfahrten. Offiziere der griechischen Küstenwache gehen demnach davon aus, dass bereits weitere Boote aus Libyen in Richtung Griechenland und damit in die EU unterwegs sind. Dieser Artikel wird weiter aktualisiert.