Datum28.05.2026 08:30
Quellewww.zeit.de
TLDRDie Zahl der gemeldeten Diskriminierungsfälle in Sachsen-Anhalt ist im vergangenen Jahr gestiegen. Beratungsstellen registrierten 322 Fälle, eine Zunahme gegenüber dem Vorjahr. Sozialministerin Petra Grimm-Benne betonte die negativen Auswirkungen von Diskriminierung. Rassismus ist der häufigste Grund für die Fälle. Steigende Zahlen deuten auf mehr Hilfesuchende und fortbestehende strukturelle Probleme hin. Die Dunkelziffer liegt laut Beratungsstellen deutlich höher.
InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Soziales“. Lesen Sie jetzt „Mehr Fälle von Diskriminierungen festgestellt“. Die Beratungsstellen für Diskriminierungen haben im vergangenen Jahr mehr Fälle registriert als ein Jahr zuvor. Wie das Sozialministerium mitteilte, wurden 2025 insgesamt 322 Diskriminierungsfälle erfasst. Ein Jahr zuvor seien es rund 50 Fälle weniger gewesen. "Diskriminierung ist Gift für das Zusammenleben in unserer Gesellschaft", sagte Sozialministerin Petra Grimm-Benne (SPD) zu den Zahlen. Der Großteil der Fälle hat der Auswertung zufolge rassistische Hintergründe. Die steigenden Fallzahlen zeigten, dass immer mehr Menschen Unterstützung suchten, heißt es im gemeinsamen Bericht mehrerer Beratungsstellen. Zugleich machten sie deutlich, dass Diskriminierung und institutionelle Lücken in Sachsen-Anhalt weiterhin ein alltägliches und strukturelles Problem darstellten. Gleichzeitig wiesen die Beratungsstellen darauf hin, dass die Dunkelziffer deutlich höher liege. © dpa-infocom, dpa:260528-930-138917/1