Datum28.05.2026 08:05
Quellewww.zeit.de
TLDRNach der Verurteilung von Daniela Klette wird weiterhin intensiv nach ihren mutmaßlichen RAF-Komplizen Burkhard Garweg und Ernst-Volker Staub gesucht. Trotz fehlender "heißer Spur" arbeiten die Ermittler zahlreiche Spuren ab. Den Verdächtigen werden Geldtransporterüberfälle und möglicherweise RAF-Anschläge vorgeworfen. Klette, Garweg und Staub gehören der dritten Generation der RAF an.
InhaltDie Verurteilung der ehemaligen RAF-Terroristin Daniela Klette soll nur der Anfang gewesen sein. Die Ermittlungsbehörden suchen "engmaschig" nach ihren Komplizen. Nach der Verurteilung der früheren RAF-Terroristin Daniela Klette wollen die Ermittlungsbehörden weiter intensiv nach den anderen Mitgliedern der RAF suchen. Aktuell gebe es auf der Suche nach den mutmaßlichen Komplizen Burkhard Garweg und Ernst-Volker Staub "keine heiße Spur", sagte der Präsident des Landeskriminalamts Niedersachsen, Thorsten Massinger. "Wir sind weiterhin sehr engmaschig auf der Suche." Über die Jahre sei eine vierstellige Anzahl von Spuren abgearbeitet worden. Über den Verbleib von Garweg und Staub ist aktuell wenig bekannt. Burkhard Garweg soll unter dem Decknamen Martin zeitweise in einem Bauwagen in Berlin-Friedrichshain gewohnt haben. Zwischenzeitlich meldete er sich per Brief aus dem Untergrund. Das Gerücht, dass das mit 71 Jahren älteste Mitglied der Gruppe, Ernst-Volker Staub, inzwischen gestorben sein könnte, wieß Massinger zurück. Nach Staub werde weiter aktiv gesucht. "Mutmaßungen gibt es eine ganze Menge. Wir verfolgen diese Hinweise und ermitteln, inwiefern sich daraus gesicherte Erkenntnisse ergeben", sagte der LKA-Präsident. Weiterhin kämen fast täglich neue Hinweise zu den Gesuchten, sagte Massinger. Es gebe auch "eine Menge Sichtungen, die letztlich keine sind". "Dennoch ist es wichtig und richtig, dass sich Bürgerinnen und Bürger weiterhin bei uns melden und uns Hinweise geben", sagte der LKA-Präsident. Garweg und Staub werden – genau wie Klette – Überfälle mehrerer Geldtransporter und Supermärkte zwischen 1999 und 2016 vorgeworfen. Für diesen Vorwurf wurde Klette zu 13 Jahren Haft verurteilt. Gegen das Urteil legte Klette Revision ein. Daneben wird der Gruppe die Mittäterschaft an RAF-Anschlägen zur Last gelegt. Klette, Garage und Staub gehörten der sogenannten dritten Generation der Rote Armee Fraktion (RAF) an, die in den 1980er- und 1990er-Jahren aktiv war.