Datum28.05.2026 07:03
Quellewww.zeit.de
TLDRUS-Außenminister Rubio bezeichnet Kuba als Sicherheitsrisiko für die USA. Die USA haben eine iranische Militäranlage angegriffen, die angeblich Drohnen abfeuerte. Kalifornien will Zahlungen aus einem US-Fonds gegen politische Verfolgung mit 100 Prozent besteuern. UN-Berichterstatterin Albanese steht nach erneutem US-Sanktionsbeschluss wieder auf der Blacklist. Trump kritisiert Protestierende vor einer Abschiebeeinrichtung.
InhaltLaut Außenminister Rubio stellt Kuba ein Sicherheitsrisiko für die USA dar. UN-Berichterstatterin Albanese wird mit Sanktionen belegt. Der US-Überblick am Morgen Die USA haben den Iran in der Nacht erneut angegriffen. Der Beschuss richtete sich auf eine iranische Militäranlage. Diese soll eine Bedrohung für US-Streitkräfte und den Handelsverkehr in der Straße von Hormus dargestellt haben, wie ein US-Beamter gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters mitteilte. Demnach wurden aus der Anlage heraus Drohnen abgefeuert. Das US-Militär habe vier iranische Drohnen abgeschossen. "Diese Maßnahmen waren zurückhaltend, rein defensiv und darauf ausgerichtet, den Waffenstillstand aufrechtzuerhalten." Auch die iranische Nachrichtenagentur Tasnim meldet unter Berufung auf eine Quelle aus dem Militär, dass dem US-Angriff ein Angriff der iranischen Revolutionsgarden vorausgegangen sei. Dem iranischen Staatsfernsehen zufolge soll es sich um Warnschüsse gehandelt haben. Über alle aktuellen Entwicklungen zum Irankrieg berichten wir in unserem Liveblog. US-Außenminister Marco Rubio hat der Regierung von Kuba Versagen vorgeworfen. Kuba stecke in großen Problemen und werde von "unfähigen Kommunisten" geführt, sagte Rubio bei einer Kabinettssitzung mit US-Präsident Donald Trump und anderen Ministern. Der Außenminister machte keine Angaben dazu, ob die USA möglicherweise einen militärischen Einsatz in Kuba planen. Er sagte aber: "Ein gescheiterter Staat, der nur 90 Meilen vor unserer Küste liegt, stellt eine Bedrohung für die nationale Sicherheit der Vereinigten Staaten dar." Nachdem US-Soldaten Anfang des Jahres den venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro gefangen genommen hatten, hatte Trump mehrfach die Möglichkeit ins Spiel gebracht, dass die USA Kuba übernehmen könnten. Ein US-Haftbefehl gegen Kubas Ex-Präsidenten Raúl Castro vergangene Woche hatte Sorgen geschürt, dass er ebenso in die USA gebracht werden könnte wie Maduro. Mehr zu Rubios Kuba-Äußerungen lesen Sie hier. Kalifornien will Zahlungen aus einem von der Trump-Regierung eingerichteten Fonds für Opfer angeblicher politischer Verfolgung mit einer Steuer von 100 Prozent belegen. Das kündigte der Gouverneur des US-Bundesstaates, Gavin Newsom, an. "Wir werden versuchen, jeden aus Kalifornien, der Gelder aus diesem Fonds erhält, zu 100 Prozent zu besteuern", sagte Newsom. "Das ist eine Maßnahme, die der Bundesstaat Kalifornien ergreifen kann, und wir freuen uns darauf, sie zu ergreifen." Das Pressebüro des Gouverneurs bezeichnete den mit 1,776 Milliarden Dollar ausgestatteten Fonds als "Schwarze Kasse". Der Fonds war vergangene Woche als Teil eines juristischen Vergleichs von US-Präsident Donald Trump mit der Steuerbehörde IRS angekündigt worden. Die Vereinigten Staaten haben Francesca Albanese, die Sonderberichterstatterin der Vereinten Nationen für die besetzten palästinensischen Gebiete, erneut auf eine Liste sanktionierter Personen gesetzt. Das geht aus einer Mitteilung hervor, die auf der Website des US-Finanzministeriums veröffentlicht wurde. Im Juli 2025 hatten die USA Sanktionen gegen Albanese verhängt wegen ihrer angeblichen Bemühungen, den Internationalen Strafgerichtshof dazu zu bewegen, Maßnahmen gegen US-amerikanische und israelische Amtsträger, Unternehmen und Führungskräfte zu ergreifen. Im Mai wurde Albanese von der Sanktionsliste gestrichen, nachdem ein Bundesrichter einer einstweiligen Verfügung stattgegeben hatte, die die Sanktionen vorübergehend aussetzte. Am Freitag erließ ein US-Berufungsgerichts eine Aussetzung des Urteils, wodurch die Regierung die Sanktionen gegen Albanese erneut durchsetzen kann. US-Präsident Donald Trump hat Protestierende vor einer Abschiebeeinrichtung der umstrittenen Behörde ICE bei New York heftig attackiert. In einer Kabinettsitzung im Weißen Haus unterstellte Trump den Protestierenden, bezahlt zu werden. Diese Leute seien "fake", sagte der Republikaner, ohne konkrete Beweise vorzulegen. Man sehe es an den Schildern, die laut Trump alle in derselben Druckerei hergestellt würden. Derweil setzten die Menschen den bereits seit Tagen andauernden Protest vor dem Abschiebegefängnis in der Stadt Newark fort. Mit Schildern und Protestrufen forderten sie unter anderem die Schließung der Einrichtung. Sie werfen ICE etwa vor, die dort Inhaftierten nicht ausreichend mit Essen zu versorgen und Zugang zu medizinischer Versorgung zu verwehren.