Nachrichtenpodcast: Eskalation im Ukrainekrieg – Zeichen von Putins Angst oder Stärke?

Datum28.05.2026 06:09

Quellewww.zeit.de

TLDRDer Podcast befasst sich mit zwei Hauptthemen. Erstens erörtert er Spekulationen über Spannungen im russischen Machtapparat unter Putin angesichts wirtschaftlicher Probleme und innenpolitischer Herausforderungen, fragt aber auch nach der Stärke der aktuellen Kriegsführung. Zweitens geht es um Pläne zur Modernisierung des deutschen Verfassungsschutzes zur Bewältigung von Spionage- und Cyberbedrohungen, was wiederum Debatten über digitale Befugnisse und Grundrechte auslöst.

InhaltIn Russland häufen sich Hinweise auf Spannungen in Putins Machtzirkel. Wie stabil ist das System noch? Und: Der Verfassungsschutz will ein "echter Geheimdienst" werden. In Russland gibt es derzeit Spekulationen über mögliche Spannungen im Machtapparat von Wladimir Putin. Hintergrund sind wirtschaftliche Probleme, sinkende Umfragewerte und Berichte über Konflikte innerhalb der politischen Elite und der Sicherheitsdienste. Trotzdem gilt ein Sturz Wladimir Putins derzeit als unwahrscheinlich. Der russische Präsident hat frühere Krisen bereits überstanden, darunter die Wagner-Meuterei von Jewgeni Prigoschin im Jahr 2023 und die Proteste 2011/12 nach den Parlamentswahlen. Russland hat außerdem seine Angriffe auf die ukrainische Hauptstadt Kyjiw zuletzt deutlich verstärkt und forderte ausländische Botschaften auf, Personal aus Kyjiw abzuziehen. Ob die verschärfte Kriegsführung und die Drohungen auch mit innenpolitischem Druck zusammenhängen könnten, ordnet Maxim Kireev ein, Redakteur für internationale Politik der ZEIT. Der deutsche Verfassungsschutz soll nach Plänen von Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) und Verfassungsschutz-Vizepräsident Sinan Selen modernisiert werden und neue Befugnisse bekommen. Hintergrund sind wachsende Risiken durch Spionage, Sabotage und Cyberangriffe. Künftig könnten dem Verfassungsschutz deshalb weitergehende digitale Möglichkeiten eingeräumt werden, etwa bei Datenauswertung, Kommunikationserfassung oder Cyberabwehr. Diskutiert wird seitdem erneut, wie weit Sicherheitsbehörden im digitalen Raum gehen dürfen. Welche Folgen neue Befugnisse für Datenschutz, Privatsphäre und Grundrechte hätten, erläutert Holger Stark, stellvertretender Chefredakteur und Ressortleiter für Investigative Recherche und Daten der ZEIT. Und sonst so? Auswandern wegen Trump. Moderation und Produktion: Rita Lauter Redaktion: Elise Landschek Mitarbeit: Sophia Boddenberg, Celine Yasemin Rolle Alle Folgen unseres Podcasts finden Sie hier. Fragen, Kritik, Anregungen? Sie erreichen uns unter wasjetzt@zeit.de.