Folgen der Erderwärmung: Sachsen-Anhalt sieht sich besser gegen Hochwasser gerüstet

Datum28.05.2026 05:00

Quellewww.zeit.de

TLDRSachsen-Anhalt ist nach dem Hochwasser 2023/2024 gut gerüstet. Seit 2002 investierte das Land über 1,5 Milliarden Euro in den Hochwasserschutz. 75% der Deiche entsprechen aktuellen Standards. Trotzdem stellen zunehmende Wetterextreme eine Herausforderung dar. Das Ministerium setzt auf Deichsanierungen, Flutpolder und Deichrückverlegungen, um sich auf Starkregen und Hochwasser vorzubereiten.

InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Folgen der Erderwärmung“. Lesen Sie jetzt „Sachsen-Anhalt sieht sich besser gegen Hochwasser gerüstet“. Gut zwei Jahre nach dem Winterhochwasser 2023/2024 sieht sich Sachsen-Anhalt beim Hochwasserschutz deutlich besser aufgestellt als noch nach den großen Fluten von 2002 und 2013. Dennoch bleiben die Folgen zunehmender Wetterextreme eine große Herausforderung, wie das Umweltministerium auf Anfrage mitteilte. "Der Hochwasserschutz in Sachsen-Anhalt hat mit dem Winterhochwasser 2023/2024 einen echten Härtetest erlebt und diesen eindrucksvoll bestanden", erklärte Umweltminister Armin Willingmann (SPD). Auch wenn es teils dramatische Situationen an der Helme gegeben habe, seien größere Schäden ausgeblieben. Zum Jahreswechsel 2023/2024 hatten massive Niederschläge landesweit für hohe Pegelstände gesorgt. Besonders angespannt war die Lage an der Helme im Landkreis Mansfeld-Südharz. Dort drohten Deiche in Thüringen überströmt zu werden, mehrere Anlagen in Sachsen-Anhalt wurden beschädigt. Auch die Talsperre Kelbra war stark belastet. Nach Angaben des Ministeriums entstanden landesweit Schäden an Deichen, Pegeln, Schöpfwerken und Sielen in Höhe von rund 40 Millionen Euro. Seit 2002 seien mehr als 1,5 Milliarden Euro in den Hochwasserschutz investiert worden. Inzwischen entsprächen 75 Prozent der rund 1.284 Kilometer Deiche in Sachsen-Anhalt den allgemein anerkannten Regeln der Technik. Weitere 18 Prozent haben demnach Anpassungsbedarf, rund 7 Prozent gelten weiterhin als nicht standsicher. Als größte Herausforderungen bezeichnet das Ministerium zunehmende Starkregen- und Hochwasserereignisse. Das Land setze deshalb verstärkt auf Deichsanierungen, Flutpolder, Deichrückverlegungen und mehr Wasserrückhalt in der Fläche. Am Donnerstag will das Land bei Barby im Salzlandkreis einen weiteren sanierten Deichabschnitt offiziell freigeben. Damit ist die Sanierung eines insgesamt 14 Kilometer langen Abschnitts zwischen Calbe und Barby abgeschlossen. © dpa-infocom, dpa:260528-930-138389/1