Datum28.05.2026 03:30
Quellewww.zeit.de
TLDRDer Iran-Konflikt erhöht laut Bauern- und Winzerverband Rheinland-Pfalz Süd die Kosten für stickstoffhaltige Düngemittel. Steigende Energiekosten sind die Ursache, was die Produktionskosten für Landwirte erhöht. Mittelfristig werden fast alle Betriebe die Preissteigerungen spüren. Gestörte Lieferketten und eingeschränkte Produktionskapazitäten verschärfen die Situation. EU-Maßnahmen wie die Aussetzung von Einfuhrzöllen bieten nur kurzfristige Entlastung.
InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Kostendruck“. Lesen Sie jetzt „Bauern- und Winzerverband: Iran-Konflikt belastet Landwirte“. Die angespannte Lage rund um die Straße von Hormus treibt die Preise für stickstoffhaltige Düngemittel nach Angaben des Bauern- und Winzerverbands Rheinland-Pfalz Süd weiter nach oben. Grund seien vor allem steigende Energiekosten, da die Herstellung von Dünger stark von Gas und anderen Energieträgern abhänge, teilte eine Sprecherin in Mainz mit. Für landwirtschaftliche Betriebe bedeute dies deutlich höhere Produktionskosten. Viele hatten ihren Bedarf für die laufende Saison dem Verband zufolge vor Beginn des Krieges gedeckt. Der Einkauf für das kommende Wirtschaftsjahr stehe aber aus. Branchenvertreter warnen daher, dass die Auswirkungen der Preissteigerungen mittelfristig nahezu alle Betriebe treffen werden. Eine Entspannung sei bislang nicht in Sicht, die Preise lägen weiter deutlich über dem Niveau vor Kriegsbeginn. Neben gestörten Lieferketten belasteten eingeschränkte Produktionskapazitäten den Markt, sagte die Sprecherin. Gleichzeitig bleibe die weltweite Nachfrage nach Düngemitteln hoch. Die EU-Kommission habe zwar mit einem Aktionsplan reagiert und Einfuhrzölle auf stickstoffhaltige Düngemittel wie Ammoniak und Harnstoff aus Drittländern für ein Jahr ausgesetzt. Dies sorge kurzfristig für Entlastung. Jedoch reichten die bisherigen Maßnahmen für eine nachhaltige Senkung der Kosten nicht aus. © dpa-infocom, dpa:260528-930-138136/1