Datum28.05.2026 02:05
Quellewww.zeit.de
TLDRMeta führt weltweit kostenpflichtige Abonnements für Facebook, Instagram und WhatsApp ein. Diese "Plus"-Modelle bieten zusätzliche Funktionen wie verbesserte Analysen und Personalisierungsoptionen. Ziel ist es, die finanzielle Abhängigkeit von Werbeeinnahmen zu reduzieren. Dieses Vorgehen folgt auf kostenpflichtige, werbefreie Angebote in Europa, die zur Einhaltung von EU-Datenschutzvorschriften eingeführt wurden. Kritisiert wird das "Zustimmen oder zahlen"-Prinzip, ähnlich dem bereits in Europa bekannten Modell.
InhaltIn Europa gibt es bereits kostenpflichtige Angebote von Facebook und Instagram. Nun startet Meta ein weltweites Bezahlmodell seiner größten Apps mit neuen Funktionen. Der US-Konzern Meta führt für seine wichtigsten Apps ein Bezahlangebot ein. Produktchefin Naomi Gleit kündigte in einem Video die kostenpflichten Modelle Facebook Plus, Instagram Plus und WhatsApp Plus an. Wer diese abonniert, soll den Angaben zufolge zusätzliche Funktionen nutzen können. Dazu zählten verbesserte Analysen, Statistiken zum erneuten Ansehen von Stories sowie Optionen zur Profilanpassung, sagte Gleit. WhatsApp Plus wiederum konzentriere sich auf die Personalisierung und werde unter anderem Premium-Sticker und individuelle Klingeltöne bieten. Angaben zu den Preisen machte Gleit nicht. Medienberichten zufolge sollen Instagram Plus und Facebook Plus 3,99 Dollar (etwa 3,40 Euro) pro Monat kosten. Für WhatsApp Plus sollen demnach monatlich 2,99 Dollar fällig werden. Längerfristig plant Meta seiner Produktchefin zufolge, die verschiedenen Angebote unter einer einzigen Marke namens Meta One zusammenzuführen. Mit dem Angebot will sich der Meta-Konzern offensichtlich finanziell von der Abhängigkeit von Werbeeinnahmen befreien und zusätzliche Finanzierungsmöglichkeiten auftun. Die Bezahlmodelle sollen weltweit eingeführt werden. In Europa hatte Meta bereits im Jahr 2023 kostenpflichtige Versionen von Facebook und Instagram eingeführt, bei denen es keine Werbung gibt. Damit wollte der US-Konzern den EU-Datenschutzvorschriften nachkommen. Die EU-Kommission hat Meta im vergangenen Jahr dennoch wegen Verstoßes gegen den Datenschutz zu einer Geldstrafe von 200 Millionen Euro verurteilt. Kritisiert wird das Prinzip "Zustimmen oder zahlen" bei der Nutzung: Facebook- und Instagram-Nutzer müssen entweder ihre Daten freigeben oder das kostenpflichtige Abo abschließen.