Katherina Reiche spricht auf Chinareise über fairen Wettbewerb

Datum27.05.2026 21:10

Quellewww.spiegel.de

TLDRBundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche betonte bei ihrer Chinareise die Wichtigkeit von fairem Wettbewerb und Berechenbarkeit. Sie warb für Deutschland als Partner in Handels- und Investitionsfragen und strebt Zusammenarbeit in Technologie und Innovation an. Deutsche Unternehmen investieren rund 100 Milliarden Euro in China und schaffen dort eine Million Arbeitsplätze. Reiches Besuch zielt darauf ab, die Beziehungen zu China trotz weiterhin bestehender kritischer Punkte zu gestalten.

InhaltDie Bundeswirtschaftsministerin ist zu Gast in China und versucht es mit zurückhaltender Kritik. Gleichzeitig wirbt Katherina Reiche für Deutschland als Partner in "Handels- und Investitionsfragen". Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) hat bei ihrem Besuch in China auf die Bedeutung von fairem Wettbewerb und mehr Berechenbarkeit hingewiesen. Beide Seiten würden davon sowie von "Regelgebundenheit" profitieren, sagte Reiche laut ihrem Ministerium am Mittwoch im Gespräch mit dem chinesischen Vize-Ministerpräsidenten He Lifeng. Wie schon bei vorangehenden Besuchen hat sich bei Wirtschaftsministerin Reiche die Tonlage gegenüber China im Vergleich zur Ampelregierung geändert, das nun nicht mehr vorrangig als systemischer Rivale, sondern auch als Partner angesprochen wird. Demnach sprach Reiche zudem mit dem chinesischen Handelsminister Wang Wentao unter anderem über mögliche Zusammenarbeit von Unternehmen etwa im Technologie- und Innovationsbereich. "Beide Seiten vereinbarten, durch ihre Experten ausloten zu lassen, wie der gemeinsame Austausch zur Lösung von Handels- und Investitionsfragen strukturiert und zielführend gestaltet werden kann", erklärte das Wirtschaftsministerium laut der Nachrichtenagentur AFP. Auch verwies Reiche demnach gegenüber dem Vize-Vorsitzenden der Nationalen Entwicklungs- und Reformkommission, Zhou Haibing, auf den Beitrag der deutschen Unternehmen im Land. Die mehr als 5000 im Land vertretenen Firmen stellen laut Ministerium rund eine Million Arbeitsplätze in China. Zudem soll Reiche laut der Nachrichtenagentur Reuters darauf verwiesen haben, dass die deutschen Unternehmen rund 100 Milliarden Euro investiert hätten. Reiche führt bei ihrem zweitägigen Besuch in Peking und in der südchinesischen Wirtschaftsmetropole Kanton politische Gespräche, nimmt an Dialogformaten der Wirtschaft teil und besucht Unternehmen, wie ihr Ministerium mitteilte. Begleitet wird die Ministerin von einer rund 35-köpfigen Unternehmensdelegation sowie von vier Bundestagsabgeordneten.Lesen Sie auch: Im Februar war der Bundeskanzler zu Gast in Peking. Wie er sich geschlagen hat, hat unser Korrespondent aus Taipeh eingeordnet .