Tarifkonflikt: Warnstreiks bei der Postbank treffen auch Ost-Länder

Datum27.05.2026 19:27

Quellewww.zeit.de

TLDRDie Gewerkschaft Verdi ruft bundesweit zu weiteren Warnstreiks bei der Postbank auf, die auch Kundinnen und Kunden in Ost-Ländern treffen. Der Tarifkonflikt für rund 9.000 Beschäftigte ist festgefahren, da Verdi das Angebot einer Gehaltserhöhung als unzureichend empfindet. Die Gewerkschaft fordert acht Prozent mehr Geld oder mindestens 300 Euro monatlich, während die Arbeitgeber eine geringere Erhöhung ab 2026 anbieten. Eine Kundgebung ist in Leipzig geplant, die nächste Verhandlungsrunde findet am 15. Juni statt.

InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Tarifkonflikt“. Lesen Sie jetzt „Warnstreiks bei der Postbank treffen auch Ost-Länder“. Kundinnen und Kunden der Postbank müssen sich in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen erneut auf Einschränkungen einstellen. Die Gewerkschaft Verdi ruft die Beschäftigten von Donnerstag bis Samstag zu weiteren Warnstreiks auf. Betroffen sind bundesweit Filialen und Callcenter der Postbank. Hintergrund ist der festgefahrene Tarifkonflikt für rund 9.000 Beschäftigte der Postbank im Deutsche-Bank-Konzern. Nach Angaben von Verdi hat die Arbeitgeberseite zuletzt eine Gehaltserhöhung von 2,4 Prozent nach drei Nullmonaten ab Juli 2026 sowie weitere 2,3 Prozent ein Jahr später angeboten. Verdi hält das Angebot für unzureichend. "Die Deutsche Bank hat ein Rekordergebnis verkündet. Die Beschäftigten haben maßgeblich zu diesem hervorragenden Jahresergebnis beigetragen", betonte Katrin Behrens, Gewerkschaftssekretärin für Finanzdienste. Viele Beschäftigte hätten kein Verständnis dafür, dass sie nach Darstellung der Gewerkschaft einen Reallohnverlust hinnehmen sollten, während vor allem die Aktionäre von den Gewinnen profitierten. Für Donnerstag kündigte Verdi zudem eine Kundgebung der Beschäftigten aus Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen auf dem Wilhelm-Leuschner-Platz in Leipzig an. Die Gewerkschaft fordert acht Prozent mehr Geld, mindestens aber 300 Euro monatlich. Die nächste Verhandlungsrunde ist für den 15. Juni in Frankfurt am Main geplant. © dpa-infocom, dpa:260527-930-137480/1