Datum27.05.2026 18:57
Quellewww.spiegel.de
TLDREin Stellwerksausfall bei Lüneburg beeinträchtigt seit Kurzem den Bahnverkehr zwischen Hamburg und Berlin. ICE-Züge verkehren nur noch alle zwei Stunden, im Regionalverkehr ist ein Zug pro Stunde möglich. Die Probleme entstehen, obwohl die Strecke nach einer Generalsanierung gerade teilweise wieder freigegeben wurde. Die Behebung der technischen Störung wird voraussichtlich bis Donnerstag dauern, Reisende werden gebeten, nach Möglichkeit Ausweichmöglichkeiten zu nutzen.
InhaltGerade erst wurde die Bahnstrecke zwischen Hamburg und Berlin teilweise wieder freigegeben. Nun gibt es erneut Probleme. Si werden wohl nicht vor Donnerstag behoben. Bahnreisende zwischen Hamburg und Berlin hatten es in den vergangenen Monaten nicht leicht. Weil die Strecke generalsaniert wird, gab es wochenlang Verspätungen und Ersatzverkehr. Seit wenigen Tagen ist sie wieder freigegeben, doch nun gibt es erneut Beeinträchtigungen: Wegen eines Stellwerksausfalls nahe Lüneburg in Niedersachsen komme es derzeit zu Verspätungen und Ausfällen, teilte die Bahn mit. ICE-Züge verkehren demnach auf der Strecke aktuell nur alle zwei Stunden. Probleme gibt es auch im Regionalverkehr: Die Bahngesellschaft Metronom, die den Regionalverkehr mit den Linien RE3/RB31 zwischen Hamburg und Uelzen betreibt, teilte mit, durch den Stellwerksausfall könne nur ein Zug pro Stunde und Richtung fahren. "Dadurch staut sich der Verkehr immer weiter auf." Es komme zu Verspätungen und Zugausfällen. Fahrgäste sollten nach Möglichkeit auf den ohnehin fahrenden Ersatzverkehr ausweichen, hieß es. Die technische Störung in dem Stellwerk in Deutsch Evern wird voraussichtlich erst am Donnerstag behoben sein. "Wichtig ist zu wissen, dass weiterhin Züge auf der Strecke fahren. Aber es gibt ein eingeschränktes Angebot", sagte ein Bahnsprecher. In einer Mitteilung der Bahn heißt es: "Unsere Techniker arbeiten bereits intensiv daran, die Störung zu beheben." Die Strecke zwischen Berlin und Hamburg wurde seit August 2025 generalsaniert und gesperrt. Seit dem 15. Mai ist ein Teil wieder freigegeben, am 14. Juni soll die ganze Strecke wieder befahrbar sein. Wegen der Generalsanierung werden die Fernzüge nach Berlin großräumig umgeleitet und nutzen dabei auch den Abschnitt über Lüneburg – die Bahnstrecke, die auch Hamburg und Hannover verbindet. Auch diese insgesamt 163 Kilometer lange Strecke saniert die Deutsche Bahn seit Anfang Mai, unter anderem werden Gleise, Weichen, Oberleitungen, Brücken und Bahnhöfe modernisiert. Die Verbindung gehört zu den meistbefahrenen Bahntrassen in Deutschland. Da in mehreren Phasen gebaut wird, ist aktuell nur der Abschnitt zwischen Celle und Hannover gesperrt. Was die Streckensperrung zwischen Hamburg und Berlin für Vielfahrende bedeutete, lesen Sie hier: "Neun Monate in der Pendlerhölle"